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Interaktive Schnitzeljagd mit der Waldfee

Das interkommunale Projekt „Abenteuer Waldfee“ lädt dazu ein, den Schwäbischen Wald spielerisch neu zu entdecken

Sechs Gemeinden haben sich für das Modellprojekt „Abenteuer Waldfee“ zusammengeschlossen. Durch interaktive Geschichten und Rätsel sollen Besucher den Schwäbische Wald über das Smartphone und mit der Waldfee als Reiseführerin kennenlernen.

Der Eingang zum Wetzsteinstollen ist eine der 13 Stationen, die die interaktive Geschichte um denSchwäbischen Wald ausmachen. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Der Eingang zum Wetzsteinstollen ist eine der 13 Stationen, die die interaktive Geschichte um denSchwäbischen Wald ausmachen. Foto: A. Becher

Von Kristin Doberer

SULZBACH AN DER MURR. Meldet man sich beim „Abenteuer Waldfee“ an, dauert es nicht lange, bis das Telefon klingelt und die schwäbische Waldfee einen zum Spielen einlädt. In leicht schwäbischem Dialekt erzählt sie am Telefon von der Magie des Schwäbischen Waldes und fordert vom Spieler seine Unterstützung. Die Waldfee führt charmant durch die interaktive Geschichte, in die Spieler durch ihr Smartphone selbst eintauchen können. Sie erkunden die Region mit interaktiven Aufgaben und Rätseln, sammeln Punkte und erhalten Belohnungen. „Wir wollen den Schwäbischen Wald erlebbar machen, andere Leute erreichen und auch Gamer wieder in die Natur locken“, sagt Christoph Jäger, Bürgermeister von Großerlach und Initiator des Projekts. Das „Abenteuer Waldfee“ richte sich aber nicht nur an Touristen, auch Einheimische könnten so ihre Heimat ganz neu kennenlernen.

Nach der Online-Registrierung werden die 13 Stationen rund um die Gemeinden Großerlach, Mainhardt, Oppenweiler, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr und Wüstenrot angezeigt und kurz beschrieben. Der Spieler kann dann auswählen, welche Orte er besuchen will. Den Steinknickleturm am Mainhardter Wald, das Wasserschloss in Oppenweiler, den Wetzsteinstollen bei Spiegelberg und viele mehr: Vor Ort angekommen, klingelt wieder das Telefon und die Waldfee erzählt kurz einige Infos zu der Station. Kurz darauf folgt eine SMS mit dem dazugehörigen Rätsel, das nur dann gelöst werden kann, wenn man sich tatsächlich an der Station befindet. So fragt sie zum Beispiel beim Wetzsteinstollen nach dem Namen eines „schwedischen Titanen aus jüngerer Zeit“ oder beim Magischen Dreieck, auf welche Gemeinde der Vogel auf dem Stein blickt. Haben die Spieler das Rätsel gelöst, können sie ihre Antwort an die Waldfee schicken und erfahren direkt per SMS, ob sie richtig liegen. Als Belohnung gibt es lustige Geschichten und skurrile Anekdoten zu dem jeweiligen Ort.

Denn die Orte, zu denen die Waldfee den Spieler führt, stecken voller Geschichten und Sagen, die von den Gemeinden ausführlich recherchiert worden sind. In welcher Reihenfolge die Stationen gespielt werden, bleibt dem Spieler selbst überlassen.

Schon vor Jahren entstand die Idee, Besucher der Region durch eine Ausweitung der Geocaching-Stationen zu verschiedenen Orten zu locken. Dafür fehlten aber sowohl die Zeit als auch die technischen Mittel zur Umsetzung. Dann wurde Christoph Jäger auf ein Projekt des Leipziger Unternehmens Thadeus Roth aufmerksam. Dieses war auf der Suche nach Gemeinden, um das interaktive Pilotprojekt zu starten. Das Problem: Die Eigenbeteiligung der Gemeinden lag bei 10000 Euro, um Programmierer, Schauspieler, Autoren und Entwickler zu finanzieren. Ein Betrag, den Großerlach alleine nicht stemmen konnte. Deshalb haben sich die sechs Gemeinden zu einer interkommunalen Geschichte entschieden. Für die Entwickler und Autoren war die Interkommunalität eine besondere Herausforderung, da für die verschiedenen Gemeinden ein gemeinsamer roter Faden gefunden werden musste.

„Die Schwäbische Waldfee ist die verbindende Persönlichkeit in der Geschichte. Dadurch besteht die Möglichkeit, das Projekt noch auf weitere Gemeinden der Region auszubauen“, erklärt Initiator Christoph Jäger. Das Projekt startet jetzt erst in die Testphase, verläuft diese gut, ist eine Ausweitung geplant.

Die Anmeldung erfolgt über www.abenteuer-waldfee.de.

Info
„Abenteuer Waldfee“

Mit der Schwäbischen Waldfee als Reiseführerin werden Spieler zu verschiedenen Orten in der Region geführt, an denen sie Rätsel lösen müssen.

Über Anrufe und SMS begleitet die Waldfee den Spieler. Sie gibt Hilfestellungen zu den Rätselfragen und erzählt Geschichten zu den jeweiligen Orten.

Das Projekt wurde von Thadeus Roth aus Leipzig ins Leben gerufen, momentan befinden sich bundesweit sechs Modellgebiete in der Testphase.

Nach der Abmeldung werden alle Spielerdaten und die Handynummer gelöscht.

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Erstellt:
23. November 2019, 06:00 Uhr

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