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Jungfleisch: Rassistische Beleidigungen in der Schule

dpa Stuttgart. Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch hat einst in der Realschule in Freiburg Rassismus erfahren. „Damals war ich besonders von einem damaligen Klassenkameraden stark beleidigt worden. Das war schlimm für mich. Irgendwann wurden auch dadurch meine Leistungen schlechter und ich wechselte aus diesen Gründen die Schule“, sagte die EM-Dritte und Olympia-Siebte vom VfB Stuttgart in einem Interview der „Badischen Zeitung“ (Samstag). Die 29 Jahre alte Zwei-Meter-Springerin war nach eigenen Angaben auch kürzlich in Stuttgart auf einer Demonstration gegen Rassismus.

Marie-Laurence Jungfleisch in Aktion. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Marie-Laurence Jungfleisch in Aktion. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Der Vorfall sei in der Pubertät geschehen, „in einer Phase, in der man sich selbst ja erst finden muss“. Seither sei sie viel selbstbewusster geworden und könne mit dem Thema besser umgehen. „Der Sport, in dem ich nie Rassismus erfahren habe, hat mir sicher sehr geholfen selbstsicherer zu werden“, sagte Jungfleisch.

Die Leichtathletin lebte ihre ersten sechs Jahre in Paris und zog dann mit ihrer Familie nach Freiburg. Ihr französischer Vater stammt von der Insel Martinique, ihre deutsche Mutter aus Baden-Baden. Mit neun, zehn Jahren sei ihr klar geworden, dass nicht alle mit ihrer Hautfarbe klarkämen. „Inzwischen kann ich sagen: Ich bin stolz auf meine Hautfarbe“, sagte Jungfleisch.

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Erstellt:
13. Juni 2020, 13:55 Uhr

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