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K wie Kessler: Älteste Sektkellerei des Landes

dpa/lsw Esslingen. Am württembergischen Hof gern getrunken, vom ersten Bundeskanzler geschätzt. Mit fast 200 Jahren ist Kessler älter als jede andere Kellerei im Land - und hat auch schwierige Zeiten hinter sich.

Ein Schild am Keller weist auf die Sektkellerei Kessler hin. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Ein Schild am Keller weist auf die Sektkellerei Kessler hin. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Na denn, zum Wohl. Und das schon seit fast 200 Jahren. Denn die Anfänge der Kessler Sekt GmbH in Esslingen bei Stuttgart gehen zurück in das Jahr 1826. Das Traditionsunternehmen ist damit älter als jede andere Kellerei im Land. Wobei es mit der Eigenständigkeit im Jahr 2013 plötzlich vorbei war. Die italienische Gebietswinzergenossenschaft Cavit stieg als Hauptgesellschafter bei den Esslingern ein. Sie hält seither mit 50,1 Prozent die Mehrheit der Anteile an der Kessler Sekt GmbH & Co KG.

Firmengründer Georg Christian Kessler, der das Geschäft mit dem prickelnden Schaumwein in Frankreich lernte, war nach Unternehmensangaben der Erste, der die Sektherstellung nach Deutschland brachte. Kessler erarbeitete sich einen guten Ruf, eine Zeit lang belieferte der Betrieb sogar den königlichen württembergischen Hof. Auch der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer habe den Sekt geschätzt und ihn bei Staatsbesuchen ausgeschenkt.

Kurz nach der Jahrtausendwende musste das Traditionsunternehmen jedoch eine Krise überstehen. Wegen sinkender Umsätze stellte Kessler im Dezember 2004 einen Insolvenzantrag. Vier Monate später retteten Privatinvestoren die Sektkellerei.

Im Jahr 2019 hat Kessler nach eigenen Angaben rund 1,6 Millionen Flaschen mit dem perlenden Wein im Einzelhandel, im Fachhandel, per Direktverkauf oder an Gastronomien abgesetzt. Der Sektmarkt nehme zwar nicht zu, aber Kessler wachse trotzdem Jahr für Jahr um zehn Prozent, sagt Geschäftsführer Christopher Baur. „Verbraucher steigen auf regionale Produkte um. Das gilt auch für Sekt.“ Angaben zu Umsatz und Ergebnis macht Kessler nicht.

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Erstellt:
13. August 2020, 06:55 Uhr

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