Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kompromiss im Streit um besonders schwere Holztransporte

dpa/lsw Stuttgart. Im Streit um besonders schwere Holztransporte im Südwesten haben sich das Landwirtschafts- und das Verkehrsministerium geeinigt. Nach Angaben der beiden Häuser wird die umstrittene Liste von 515 Straßen überprüft, die das Verkehrsministerium wegen beschädigter und sanierungsbedürftiger Brücken für die Transporte gesperrt hat.

Der baden-württembergische Agrar- und Forstminister Peter Hauk (CDU). Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Der baden-württembergische Agrar- und Forstminister Peter Hauk (CDU). Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

Das Verkehrsministerium werde mehrere Brücken benennen, über die dringend das Holz transportiert werden müsse, das vom Borkenkäfer befallen sei, sagte die Sprecherin von Forstminister Peter Hauk (CDU) am Mittwoch. Diese werden dann einzeln von den Behörden überprüft und möglicherweise für die Holztransporte freigegeben. Nach Angaben von Uwe Lahl, Ministerialdirektor im grün-geführten Verkehrsministerium, geht es allerdings nur um eine vergleichsweise geringe Zahl von Brücken, die auf diesem Weg eventuell genutzt werden dürften. Zuvor hatte die „Schwäbische Zeitung“ über die Einigung berichtet.

Der Streit des Verkehrs- und des Forstministeriums dreht sich um Transporte mit bis zu 44 Tonnen Gewicht. Neben der Liste mit den Hunderten von gesperrten maroden Brücken dürfen auch die kommunalen Straßen in und zwischen den Gemeinden nicht von ihnen genutzt werden. Gerade diese Straßen sind nach Angaben Hauks aber wichtig, um die größeren Verbindungen zu erreichen.

Die beiden Ministerien streiten sich schon seit Jahren über die Transporte. Das Verkehrsministerium argumentiert, die Landesregierung sei nicht nur für die Wälder verantwortlich, sondern auch für die Straßeninfrastruktur. Allerdings stehen auch die Forstleute vor immensen Problemen: Nach Angaben der Forstkammer sind im dritten extremen Jahr hintereinander bereits rund 43 Prozent der Bäume schwer geschädigt durch Dürre, Trockenheit, Unwetter und den Borkenkäfer.

Zum Artikel

Erstellt:
12. August 2020, 14:43 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!