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Kretschmann kritisiert „anschwellenden Chor der Öffnung“

dpa Ulm. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eindringlich vor Rufen nach mehr Lockerungen der Corona-Beschränkungen gewarnt. Er halte den anschwellenden Chor der Öffnung für wenig durchdacht, sagte Kretschmann am Donnerstag nach einem Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in Ulm. „Wenn wir jetzt nachlassen, kann die Pandemie mit aller Macht zurückkommen.“ Zwar verstehe er den Wunsch nach mehr Öffnung etwa aus der Wirtschaft. Eine zweite Infektionswelle führe aber erst recht zu einem gigantischen Schaden für die Unternehmen. „Wenn wir jetzt zu sorglos handeln, wird sich das bitter rächen.“ Er und Söder teilten die Position der Kanzlerin. Man stehe nicht am Ende der Pandemie, sondern mittendrin.

Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen, l) und Markus Söder (CSU). Foto: Stefan Puchner/dpa

Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen, l) und Markus Söder (CSU). Foto: Stefan Puchner/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das Vorgehen einzelner Bundesländer scharf kritisiert. Die Umsetzung der Öffnungsbeschlüsse von Bund und Ländern der vergangenen Woche wirke auf sie „in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch“, sagte sie am Donnerstag im Bundestag. Welche Länder sie meinte, sagte die Kanzlerin nicht.

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Erstellt:
23. April 2020, 13:26 Uhr

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