Land fördert selbstfahrende Busse für den ÖPNV

dpa/lsw Stuttgart. In Baden-Württemberg sollen bis Ende 2023 Busse ganz ohne Fahrer im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein. Dies sieht ein Forschungsprojekt in den Städten Mannheim und Friedrichshafen (Bodenseekreis) vor, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Landesregierung fördert das Projekt mit sieben Millionen Euro.

Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, gibt ein Pressestatement. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, gibt ein Pressestatement. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Ziel des Projektes ist es laut Verkehrsministerium, beurteilen zu können, wie sich autonome Busse landesweit nutzen lassen. Auch die konkrete technische Umsetzung und die betriebliche Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit stehen auf dem Prüfstand. Federführend betreut wird das Projekt vom Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren (FKFS) an der Universität Stuttgart. Forscher am KIT Karlsruhe untersuchen zudem Nachfrage, Akzeptanz und Wirkung der fahrerlosen Busse.

Konkret soll in den beiden Städten bis Ende 2023 ein „weitgehend wirtschaftlicher ÖPNV-Betrieb mit elektrifizierten und automatisierten Fahrzeugen etabliert werden“, wie es in einer Mitteilung des KIT heißt. In Mannheim sollen Busse in einem neuen Stadtquartier zum Einsatz kommen, in Friedrichshafen steht der Überlandverkehr im Fokus der Erprobungen. Die Fahrzeuge sollen dabei im normalen Verkehr „mit akzeptablen Geschwindigkeiten mitschwimmen“. Die für den Testbetrieb gewählten Fahrzeuge der Firma 2getthere, einer Tochter der ZF Friedrichshafen AG, bieten demnach Platz für bis zu 22 Personen.

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Erstellt:
18. November 2020, 17:20 Uhr

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