Land testet digitales Verfahren zur Verkehrszählung

dpa/lsw Stuttgart. Das Land Baden-Württemberg testet in dieser Woche von Dienstag bis Freitag an der Bundesstraße 27 ein digitales Verfahren zur Verkehrszählung. Der Testlauf solle auf Höhe der Gemeinde Walddorfhäslach (Kreis Reutlingen) in beiden Fahrtrichtungen erfolgen, teilte das von den Grünen geführte Verkehrsministerium am Montag in Stuttgart weiter mit.

Konkret sollen aus Mobilfunkdaten und Verkehrszählungsdaten stündlich statistische Werte für den Besetzungsgrad der vorbeifahrenden Autos ermittelt und hinterher mit manuell ermittelten Ergebnissen verglichen werden. Dabei komme auch ein sogenannter Infrarot-Lichtecho-Sensor zum Einsatz, der automatisch auswerten solle, wie viele Menschen in einem Auto sitzen, hieß es.

Die Kennzeichen der Fahrzeuge oder andere personenbezogene Daten werden laut Ministerium aber nicht festgehalten. Die erfassten Fahrzeugbilder erscheinen demnach nur als Farbschattierungen, die eine Gesichtserkennung oder Identifikation unmöglich machten.

Ziel der Zählung sei es, neue Daten für den durchschnittlichen Besetzungsgrad von Autos zu sammeln. Durch die Verknüpfung dieser Daten zum Beispiel mit einem erhöhten Stauaufkommen könne öffentlich auch leichter für die Bildung von Fahrgemeinschaften geworben werden.

© dpa-infocom, dpa:210419-99-266325/2

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Erstellt:
19. April 2021, 16:22 Uhr

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