Land übergibt Bauprojekt Albaufstieg der A8 an den Bund

dpa/lsw Stuttgart. Das Land hat die Verantwortung für das Bauprojekt Albaufstieg der Autobahn 8 an den Bund übergeben. Dies teilte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bei einem Online-Informationsgespräch am Montag in Stuttgart mit. Die Autobahn GmbH des Bundes übernimmt ab dem 1. Januar die Verantwortung für die Autobahnen von den Bundesländern.

Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen), Verkehrsminister von Baden-Württemberg. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen), Verkehrsminister von Baden-Württemberg. Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild

Zudem informierte Minister Hermann über die Bauarbeiten und das weitere Vorgehen. Die Neuerungen brächten vor allem mehr Sicherheit und weniger Staus für das größte und wichtigste Autobahnprojekt in Baden-Württemberg, sagte der Grünen-Politiker. So werde eine zumeist in Winter unfallträchtige Passage mit neuen Brücken und Tunneln beseitigt. Im Austausch mit den Gemeinden entlang des Albauftstiegs wurden zudem mehrere Änderungen mit Blick auf Naturschutz und besserer Nutzung von Flächen durch die Kommunen vereinbart. Im Herbst 2021 sollen die geplanten Bauarbeiten für den Autobahnausbau demnach endgültig beschlossen werden. Bis dahin soll es bereits mehrere vorbereitende Baumaßnahmen etwa zur Entwässerung oder für Ersatzbrückenbauten geben.

Die Autobahn 8 soll zwischen Mühlhausen und Hohenstadt (Kreis Göppingen) von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. Die Kosten von rund 600 Millionen Euro trägt der Bund. Der Bereich des Albaufstiegs gehört nach Angaben des Verkehrsministeriums zu den ältesten Autobahnstrecken Deutschlands. Die Albabstiegstrasse wurde 1937, die Albaufstiegstrasse 1957 fertig gestellt - mit damals jeweils noch zwei Fahrstreifen.

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Erstellt:
14. Dezember 2020, 13:19 Uhr

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