Land will über 180 Millionen für Maßregelvollzug ausgeben

dpa/lsw Stuttgart. Im kommenden Jahr will die grün-schwarze Landesregierung 182 Millionen Euro in den Südwest-Maßregelvollzug investieren. Das berichten die „Heilbronner Stimme“ und der „Südkurier“ unter Berufung auf eine Antwort von Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) auf eine SPD-Anfrage. Laut Lucha hat das Land 2017 noch ein Budget von 113,7 Millionen Euro für den Maßregelvollzug bereitgestellt. 2020 seien es schon 159,5 Millionen Euro gewesen. 2021 plane man mit 164,6 Millionen, 2022 sollen es bereits 182 Millionen sein. Das Geld soll in neue Räumlichkeiten sowie zusätzliches Personal investiert werden. Bis Ende 2023 sollen durch Neubauten in Calw und Wiesloch 100 neue Plätze hinzukommen. Hintergrund ist der Platzmangel in den landesweit acht Maßregelvollzugseinrichtungen.

Ende September 2021 sind nach Angaben des Sozialministeriums im Südwest-Maßregelvollzug 1300 Personen untergebracht gewesen. Zur Verfügung stehen 1273 Plätze. In den Einrichtungen werden psychisch kranke und suchtkranke Straftäter untergebracht - statt im regulären Gefängnis. Vor einigen Wochen entwischten in Weinsberg (Landkreis Heilbronn) vier Männern aus dem Maßregelvollzug. Die Männer konnten nach wochenlanger Flucht von der Polizei nacheinander geschnappt werden.

© dpa-infocom, dpa:211109-99-929778/2

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Erstellt:
9. November 2021, 17:34 Uhr

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