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Max Herre auf Spuren des Großvaters: Bauhaus im Museum

dpa/lsw Stuttgart. Stühle statt Songs, Tische statt Texten: Der frühere Freundeskreis-Sänger Max Herre hat sich mit seinem Vater auf die Spuren seines Großvaters begeben. Designobjekte und Briefe des Architekten und Möbeldesigners Richard Herre stellt das Stuttgarter StadtPalais unter dem Titel „Richard Herre“ von Ende November an für mehrere Monate aus. Herre (1885-1959) gehörte zu einer Gruppe von Stadtplanern, Entwerfern und Architekten, die die Stuttgarter Weißenhofsiedlung mitgestalteten. Nach Angaben von StadtPalais-Direktor Torben Giese ist es die erste große Ausstellung mit Werken des eher unbekannten Bauhaus-Protagonisten.

Der HipHop-Musiker Max Herre sitzt zwischen Stühlen, die sein Großvater Richard Herre entworfen hat. Foto: Marijan Murat

Der HipHop-Musiker Max Herre sitzt zwischen Stühlen, die sein Großvater Richard Herre entworfen hat. Foto: Marijan Murat

„Stuttgart ist nicht gerade bekannt als Speerspitze der Avantgarde“, sagte Max Herre am Mittwoch in Stuttgart. „Aber was in den 1920er Jahren hier Bewegung aufgenommen hat, das war etwas sehr Besonderes.“ Der Hip-Hopper und sein Vater Frank trugen Möbel, Entwürfe und Plakate zusammen, allerdings war die Recherche nicht einfach: „Ein entscheidender Teil seiner Arbeiten wurde 1944 bei einem Bombenangriff zerstört“, sagte Frank Herre.

Am Design Herres würdigen seine Nachfahren den architektonischen Stil und sein Gefühl für richtige Proportionen und Materialwahl. Er sei „wie viele Künstler seiner Zeit interdisziplinär unterwegs gewesen“, erklärt sein 46-jähriger Enkel. Als Architekt schuf Richard Herre ebenso einen Beitrag wie als Designer, Typograph und als Übersetzer. Bekannt wurde er nicht nur als Ideengeber der Ausstellung „Die Wohnung“ des Deutschen Werkbundes, in deren Rahmen 1927 auch die Weißenhofsiedlung entstand. Er gestaltete auch die Innenräume im Haus 24 von Max Traut.

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Erstellt:
18. September 2019, 16:50 Uhr

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