Gazastreifen

Menschenrechtler: Israel soll 14 palästinensische Ärzte freilassen

Die Lage des Gesundheitssystems im Gazastreifen ist katastrophal. Umso schwerer wiegt, dass dringend gebrauchte Ärzte aus der Region in israelischer Haft sitzen.

Schwer verletztes palästinensisches Kind im Gazastreifen. Angesichts der katastrophalen Lage in Gaza fordert die israelische Organisation Ärzte für Menschenrechte die Haftentlassung von 14 palästinensischen Ärzten (Archivfoto).

© IMAGO/Anadolu Agency/IMAGO/Khames Alrefi

Schwer verletztes palästinensisches Kind im Gazastreifen. Angesichts der katastrophalen Lage in Gaza fordert die israelische Organisation Ärzte für Menschenrechte die Haftentlassung von 14 palästinensischen Ärzten (Archivfoto).

Von red/KNA

Die israelische Organisation Ärzte für Menschenrechte fordert die Haftentlassung von 14 palästinensischen Ärzten aus dem Gazastreifen. Mit einer entsprechenden Eingabe wandte sich die NGO am Donnerstag an das Oberste Gericht. Sie wirft Israel vor, die Ärzte nach dem Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 festgenommen zu haben und ohne Gerichtsverfahren festzuhalten.

Betroffen sind demnach Mediziner aus mehreren Krankenhäusern. Auf Haftprüfungs-Anträge habe es seitens der Behörden keine substanzielle Antwort gegeben. Die Organisation ruft das Gericht daher auf, eine Neubewertung der Haftgründe zu veranlassen.

Das Festhalten der Ärzte stelle nicht nur eine eklatante Verletzung ihrer Rechte dar, sondern habe überdies lebensbedrohliche Auswirkungen auf die Bevölkerung im Gazastreifen, heißt es in der Petition. Die Lage des dortigen Gesundheitssystems sei katastrophal - jeder Arzt werde dringend gebraucht. Die geltenden Einreisebeschränkungen für medizinisches Personal verschlimmerten die Situation zusätzlich.

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Erstellt:
30. April 2026, 16:54 Uhr

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