Mertens zweifelt an Sinnhaftigkeit von Schüler-Massentests

dpa Ravensburg. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, zweifelt an der Sinnhaftigkeit von Massentests für Schüler. „Ich frage mich, wie wichtig es tatsächlich ist, jedes symptomlos infizierte Kind durch Testung zu entdecken“, sagte Mertens der „Schwäbischen Zeitung“ (Montagausgabe) in Ravensburg. „Würde es möglicherweise reichen, jedes Kind mit Symptomen frühzeitig zu identifizieren und zu isolieren? Das mag zwar ketzerisch klingen, aber man sollte darüber nachdenken.“

Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Ein Abstrich für das Testverfahren auf das Coronavirus. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Kritik zog Mertens vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) auf sich. Mertens schüre Vorurteile gegenüber Schnelltests ohne echte Alternative, sagte Verbandschef Udo Beckmann. Beckmann erinnerte besorgt an die Reisetätigkeit in den Ferien, die grassierende Delta-Variante und die Quote an Vollgeimpften von etwas mehr als einem Drittel.

Mertens hatte argumentiert, alle Maßnahmen zum Infektionsschutz an Schulen sollten „auch hinsichtlich ihrer spezifischen Wirksamkeit“ überprüft werden. Diese solle man „möglichst sinnvoll“ einsetzen.

© dpa-infocom, dpa:210705-99-260608/3

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Erstellt:
5. Juli 2021, 07:59 Uhr

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