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Mietbienen sind im Kommen

dpa/lsw Heidelberg. Bienen haben Menschen schon immer fasziniert: Sie werden in Kinderliedern besungen, in Redewendungen gewürdigt und derzeit von Schriftstellern als Sujet entdeckt. Dazu passt die Geschäftsidee, Bienen zum Beispiel Unternehmen zu vermieten und sie dort gegen Gebühr zu pflegen. Der Heidelberger Imker Jörg Staffel etwa hat für einige Völker seiner „Südwest Bienen“ bereits Standorte gefunden. So hat er zwei Völker bei der Spedition Fels stationiert.

Bienen eines Bienenstocks der Firma „Südwest Mietbienen“ sind an Waben zu sehen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Bienen eines Bienenstocks der Firma „Südwest Mietbienen“ sind an Waben zu sehen. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Die rund 80 000 Schwarz-Gelben sollen das Unternehmen ideell und ganz praktisch bereichern, während sie für eine Gebühr von Staffel gehegt und gepflegt werden. Der Kleinunternehmer wirbt launig für seine „Südwest Bienen“: „Schon ab 159 Euro im Monat können Sie die Anzahl Ihrer Angestellten um mehrere Zehntausend vergrößern. Alle bienenfleißig, versprochen!“

Dieses Leasing-Modell umfasst eine Rundumversorgung der von Staffel gestellten Bienen inklusive Meldung beim Veterinäramt, Bekämpfung von Schädlingen wie der Varroamilbe und Winterfütterung. Als wichtige Aufgabe nennt er überdies die Schwarmkontrolle, mit der er das Ausschwärmen eines neuen Volkes verhindert.

Fels-Geschäftsführer Thomas Beck sagt: „Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“ Sowohl für die Umwelt als auch für Image und Marketing bringe das Projekt Vorteile. „Das war uns ein Herzensanliegen.“ Außerdem kann er nach der Ernte Mitte Juli mit 200 Gläsern Honig „seiner“ Bienen rechnen - „Fels-Honig“ für Mitarbeiter und Kunden.

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Erstellt:
6. Juli 2020, 06:41 Uhr

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