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Mir lasset’s,wia’s isch

Täglich neu: Landestypisches für Einheimische und Reigschmeckte

Gerda und Gerhard Schneider aus Deckenpfronn melden sich mit diesem Beitrag: „Mir hen os zo dem Wetter a paar Gedanka g’macht ond ufgschrieba.

En dr scheena Vorweihnachtszeit,

möchte mer oifach, dass au a wenig

schneit.

Des wär halt so saumäßig schee, a

Sonntigwanderong em Schnee.

Wenn Gardapfähl dostandet,

mit schnaiweiße Kappa

ond mer ka warm verpackt em Schnai

romdabba.

Oder so a richtige Schnaiballschlacht

macha,

weil do net bloß ’s Gsicht, sondern

’s Herz au duat lacha,

ond falls ebber tät a wenig übertreiba,

den könnt mer so richtig mit Schnai

ei’reiba.

Mer könnt au Schlitta ananander na

benda, an Schlittschuhafahrer vorna

ond a Schwergewicht henta,

ond no, en dem fest nag’fahrana Schnee

da Berg na sausa – Mensch wär des

schee!

Oder mer könnt uf am See romkurva

ond no an hoißa Glühwei schlurfa.

Des älles dätet mer – ond no viel mai,

aber mir hen halt meistens em Wenter

koin Schnai.

Doch mir lasset os wegem Wetter dia

Tag net verdriaßa, Weihnachta ka mer

au en dr Stub geniaßa.“

Aline Groß aus Stuttgart-Weilimdorf

hat ebenfalls gedichtet:

„Advent, des isch a schöna ond hekti-

scha Zeit,

weil’s do scho d’Vorfreud uff

Weihnachta geit.

Äll Sonntich zendet mr a neus Kerzle o

noch vier send scho dia Festtäg do.

Doch vorher muaß mr no ällerhand

macha,

Viel Guatsla, Stolla ond au Schnitzbrot

bacha,

ond putza, dass wenn B’suach kommt

älles sauber ischt

vom Keller bis uff d’Behne wird dr Boda

gwischt.

Ond G’schenkla kaufa, des isch schwer,

obs au für älle ’s Richtige wär?

Drzwischat kommt au no dr Nikolaus

zo böse ond brave Kender ens Haus.

Do geit’s a G’schenkle wenn d’liab bisch

gwä,

de böse hen sei Ruata g’spürt, net bloß

g’seh.

Am vierta Advent zendet mr letzte

Kerzle o

ond bald druff sen dia Christtäg richtig

do.

Doch vorher wird dr Baum no

g’schmückt

ond ’s wird älles ens richtige Licht

g’rückt.

Vom Himmel hoch da komm ich her –

o wenn’s doch no äll Tag Weihnachta

wär,

des wenscht a mancher sich em Stilla,

doch der Wunsch wird sich nia erfülla.

Bloß oimol em Johr kommt dr heilige

Christ,

drom lasset mr au älles so, wias isch.“ Der schwäbische Spruch des Tages kommt von Helmut Oppelnländer; er greift den schwäbischen Ausdruck „hälenga“ auf, über den wir berichtet haben: „Mei Vaddr hot no emmer gsait: ,Heut isch wiedr hälenga kalt – do schlägt’s Wettr ondr dr Türa om, wenn de zur Haustüra nausganga isch.“ (jan)

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Erstellt:
21. Dezember 2018, 11:42 Uhr

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