Mit Apps gegen Kopfschmerzen

dpa/lsw Mannheim. Kopfschmerz-Apps können betroffene Menschen auf unterschiedliche Weise unterstützen. Das sagte die Medizinerin Ruth Ruscheweyh vom Universitätsklinikum München am Mittwoch auf der Online-Pressekonferenz zum Deutschen Schmerzkongress 2020 in Mannheim. Wie sie weiterhin ausführte, gebe es beispielsweise eine Migräne-App, die Schulungen von Patienten unterstütze und etwa darauf hinweise, wenn ein Patient zu oft zu einem Medikament greife. „Das kann zu guten Ergebnissen führen“, sagte sie.

Eine Frau fasst sich an den Kopf. Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Eine Frau fasst sich an den Kopf. Foto: Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Außerdem könne es beispielsweise sinnvoll sein, einen sogenannten Kopfschmerzkalender zu führen um den langfristigen Effekt einer medizinischen Behandlung zu prüfen. „Das fällt vielen Kopfschmerzpatienten mit einer App deutlich leichter als mit der Papierversion“, sagte die Expertin für Kopfschmerzen am Mittwoch. Positiv sei auch, dass mit einer solchen App der behandelnde Arzt einen Überblick etwa rasch über die Häufigkeit der Einnahme von Schmerzmitteln und über die Stärke der Schmerzen informiert werden könne.

Gute Apps würden das Herunterladen eines übersichtlichen Reports erleichtern, sagte die Medizinerin aus München. Die Qualität der digitalen Hilfsmittel einzuschätzen sei aktuell noch schwierig. In naher Zukunft sei aber mit einer Ausweitung der Zertifizierung auch von solchen speziellen Apps zu rechnen, sagte Ruth Ruscheweyh.

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Erstellt:
21. Oktober 2020, 15:42 Uhr

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