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Müllgebühren sollen weiter moderat bleiben

Verwaltungsrat der Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) tagt zum ersten Mal nach der Kommunalwahl

Müllgebühren sollen weiter moderat bleiben

© Pressefotografie Alexander Beche

WAIBLINGEN (pm). Der nach der Kommunalwahl neu konstituierte Verwaltungsrat der Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR ist im Landratsamt in Waiblingen unter dem Vorsitz von Landrat Richard Sigel erstmals zusammengetreten.

Im Zuge der Kommunalwahl haben sich Veränderungen bei der Besetzung des Verwaltungsrats ergeben. Die Fraktionen von CDU und Freien Wählern entsenden künftig jeweils drei Mitglieder (vorher vier und zwei). Zwei Mitglieder vertreten jeweils Bündnis 90/Die Grünen und SPD. Je ein Mitglied stellen die Fraktionen FDP-FW und AfD. Neu im Gremium vertreten ist die Zählgemeinschaft Linke/ÖDP mit einem Sitz. Als Vertreter der Städte und Gemeinden hat der Kreistag auf Vorschlag der Bürgermeisterkreisversammlung erneut Bürgermeister Jürgen Kiesl aus Leutenbach bestellt. Der neue Verwaltungsrat wählte den Fellbacher Kreisrat Erich Theile (CDU) wieder zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.

Zu Beginn der Sitzung informierte der Vorstand, bestehend aus Gerald Balthasar, Marcus Sigel und Anika Fritz, das neue Gremium über die Aufgaben und aktuellen Herausforderungen für die AWRM: Sicherstellung der Entsorgungssicherheit im Rems-Murr-Kreis, die Nachsorge der stillgelegten Deponien sowie die Beratung der Bürger zur Abfallvermeidung. Kurz vorgestellt wurden auch aktuelle Projekte wie die Oberflächenabdichtung der Deponie Steinbach und die Erweiterung der Biovergärungsanlage Neuschöntal.

Auf der Agenda stand auch die Bilanzpräsentation. Im Geschäftsjahr 2018 erwirtschaftete die AWRM einen Gebührenüberschuss in Höhe von rund einer halben Million Euro, von dem die Bürger über die Gebührenkalkulation profitieren sollen. Aufgrund des guten Ergebnisses könne im Rems-Murr-Kreis weiterhin mit moderaten Abfallgebühren gerechnet werden. Einkalkuliert ist dabei auch die Nachsorge für stillgelegte Mülldeponien im Landkreis, also die Abdichtung der Oberflächen, um Sickerwassermengen und Gasemissionen zu reduzieren.

35 Millionen Euro in den nächsten Jahren für die Deponie-Nachsorge

Für die stillgelegten Deponien sind in den kommenden Jahren über die Gebühren rund 35,3 Millionen Euro Rücklagen zu bilden. Dies spiegelt sich in der Bilanz wieder. Eine gute Investition, so betonte der Vorstand der AWRM, denn bei der Rekultivierung der Deponien werden auch biologisch wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna geschaffen. Der Jahresabschluss 2018 wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers bestätigt und vom Verwaltungsrat festgestellt. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.

Damit die Zusammenarbeit im Verwaltungsrat auf gutem Boden gedeihen kann, erhielten die 15 Verwaltungsratsmitglieder vom Vorstand kleine Beutel mit zertifiziertem organischem Dünger. Die Gärreste aus der Biovergärungsanlage in Neuschöntal, die als Kompost für den heimischen Garten taugen, können von den Bürgern kostenfrei an der Deponie in Steinbach abgeholt werden. Gegen eine Gebühr von 3,50 Euro gibt es sie auch im 40-Liter-Sack abgepackt.

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Erstellt:
7. August 2019, 06:00 Uhr

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