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Neues Wasserkonzept kommt wieder in Fluss

Erste Arbeiten im ersten Bauabschnitt sollen im Herbst starten  –  Nach dreijähriger Pause beginnt nun die Umsetzung

Neues Wasserkonzept kommt wieder in Fluss

© Edgar Layher

Von Nicola Scharpf

SPIEGELBERG. Nun wird es konkret in Sachen Umsetzung der neuen Konzeption, wie sich die Gemeinde Spiegelberg künftig mit Eigenwasser versorgt: Im Herbst sollen die Arbeiten beginnen, die im ersten von insgesamt acht Bauabschnitten vorgesehen sind. Das heißt, für die Silberquellen wird ein Sandfang- und Absetzbecken gebaut. 2020 sollen dann der Bau eines Wasserwerks im Senzenbachtal sowie die Einrichtung einer Betriebszentrale für die Wasserversorgung folgen. Dieses Vorgehen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, ebenso dass die entsprechenden Gewerke ausgeschrieben werden.

Vor drei Jahren haben die Räte den Grundsatzbeschluss gefasst, dass Spiegelberg seine Wasserversorgung neu konzipiert und neu ausrichtet. Man strebt damit an, dass sich die Gemeinde am Ende des Projekts, was etwa im Jahre 2035 sein wird, mit ihrem üppig vorhandenen Eigenwasser komplett selbst versorgt. Der Bürgermeister hatte das Vorhaben mit etwa 4,5 Millionen Euro Investitionskosten damals als „das bisher finanziell umfangreichste Projekt in der Geschichte Spiegelbergs“ bezeichnet. Sprich: Ohne Zuschüsse geht es nicht. Und die wurden in den vergangenen zwei Jahren nicht bewilligt. In diesem Jahr sollen die beantragten Fördergelder vom Land aber fließen (wir berichteten), also kommt auch ins Bauprojekt wieder Bewegung. Ulrich Zwink, Geschäftsführer des Backnanger Ingenieurbüros Frank, erläuterte im Gemeinderat die nächsten Schritte.

Zunächst werden die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben, die zum Bau eines Sandfang- und Absetzbeckens für die Silberquellen notwendig sind. Der Bau soll im Herbst beginnen. Die große und kleine Silberquelle, gelegen am nördlichen Talhang des Senzenbachtals, werden im Moment nicht für die Trinkwassergewinnung genutzt. Zu stark sind nach heftigeren Regenereignissen die Trübungen des Quellwassers, das aus Felsklüften in den Sandsteinformationen austritt. Die Schüttung der Quellen ist aber gut. Also soll das Wasser entsprechend gereinigt werden in einem Sandfang- und Absetzbecken, das in einem neuen Fertigteilschacht installiert wird. Die weitere Aufbereitung erfolgt dann mittels Ultrafiltration und UV-Desinfektion. Entsprechende Anlagen werden im Wasserwerk Senzenbachtal untergebracht, das im zweiten Schritt im kommenden Jahr an der Prevorster Straße gebaut werden soll. Nach der Aufbereitung im Wasserwerk wird das Wasser an den Hochbehälter Spiegelberg weitergeleitet. Diese erste Stufe im Ausbaukonzept dient der Versorgung des Hauptortes mit Trinkwasser.

Im künftigen Wasserwerk, einem einstöckigen, holzverschalten Gebäude mit Satteldach, werden sich in einem separaten Raum auch die elektrische Schaltanlage und die Betriebszentrale der Wasserversorgung der Gesamtgemeinde befinden. In der Betriebszentrale sollen sämtliche Meldungen und Messwerte von den einzelnen Außenstationen der Wasserversorgung zusammengeführt werden. Es soll eine automatisierte Rohrbruchüberwachung geben, wodurch sich beginnende Rohrbrüche früher erkennen und Trinkwasserverluste minimieren lassen.

Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt sollen im Jahr 2021 abgeschlossen sein. Die reinen Baukosten belaufen sich auf etwa 1,24 Millionen Euro. Die erste Finanzierungsrate ist mit 400000 Euro im Haushalt aufgenommen.

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Erstellt:
21. Mai 2019, 16:00 Uhr

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