Iran-Krieg

Ölpreise brechen nach Waffenruhe-Ankündigung ein

Wegen des Iran-Krieges ist der Schiffverkehr in der Straße von Hormus bislang faktisch blockiert. Das ließ die Ölpreise stark ansteigen. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer.

Nach der angekündigten Waffenruhe sind die Ölpreise eingestürzt. (Archivfoto)

© Nic Coury/AP/dpa/Nic Coury

Nach der angekündigten Waffenruhe sind die Ölpreise eingestürzt. (Archivfoto)

Von red/dpa

Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) – der niedrigste Wert seit Mitte März.

JUST IN: US oil prices crash over 15% following ceasefire with Iran. pic.twitter.com/ENgmnjdeKC — Watcher.Guru (@WatcherGuru) April 7, 2026

Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fiel der Preisrückgang mit Auslieferung im Mai ähnlich aus. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Einigung auf Waffenruhe – Öffnung der Straße von Hormus

Der Iran und die USA hatten sich kurz vor Ende eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf die Waffenruhe geeinigt. Trump hatte mit heftigen Angriffen auf Irans Energiesektor gedroht, sollte es nicht bis Mittwoch um 2.00 Uhr deutscher Zeit zu einer Einigung und der Öffnung der Straße von Hormus kommen. Kurz vor Ablauf der Frist verkündeten beide Seiten die Einigung auf die Feuerpause.

Die Meerenge ist für den globalen Öl- und Gashandel von enormer Bedeutung. Wegen des Krieges war die Straße von Hormus vom Iran faktisch blockiert worden. Das ließ die Ölpreise dramatisch steigen. Dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zufolge soll nun zwei Wochen lang die sichere Durchfahrt durch die Meerenge gewährleistet werden.

Zum Artikel

Erstellt:
8. April 2026, 05:56 Uhr
Aktualisiert:
8. April 2026, 07:05 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen