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Ort der Begegnung und das Besinnens

Spaziergänger und Radfahrer legen an der Friedensbank zwischen Unterweissach und Unterbrüden gerne eine Ruhepause ein

Als Symbol für den Frieden, die Verbundenheit aller Länder, aber auch die Verbindung der Gemeinden Auenwald und Weissach im Tal steht zwischen den beiden Kommunen die Friedensbank. Für die Rückenlehne haben zahlreiche Personen „Lättle“ selbst gestaltet. Dieser Ort wird zum Verweilen in jeder Jahreszeit lebhaft genutzt.

Schätzen den Platz als Ort zum Verweilen (von links): Claudia Reutter, Karl und Walburga Krimmer, Volker und Michaela Genthner und Petra Klinger an der Friedensbank zwischen Unterweissach und Unterbrüden. Fotos: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Schätzen den Platz als Ort zum Verweilen (von links): Claudia Reutter, Karl und Walburga Krimmer, Volker und Michaela Genthner und Petra Klinger an der Friedensbank zwischen Unterweissach und Unterbrüden. Fotos: A. Becher

Von Claudia Ackermann

WEISSACH IM TAL/AUENWALD. Das Ehepaar Karl und Walburga Krimmer aus Unterweissach macht regelmäßig Spaziergänge entlang dem Brüdenbach nach Unterbrüden. In der Mitte der Strecke legen sie an der Friedensbank eine Pause ein. „Wenn der Weg und das Bänkle nicht wären, würde uns etwas fehlen“, sagt Karl Krimmer.

Mit dem Fahrrad ist Claudia Reutter aus Unterweissach unterwegs. Für sie ist der Weg die Verbindung zum Schwäbischen Wald, wo sie gerne Touren mit dem Mountainbike unternimmt. Ihre ganze Familie nutzt die Strecke. Der Ehemann und die Söhne joggen. Mit ihrer Mutter, die im Seniorenheim in Unterweissach lebt, macht sie hier Spaziergänge. Auf der Bank mit Blick auf den Ebersberg wird ausgeruht. Die Idee zur Friedensbank hatten Petra Klinger und Michaela Genthner. Beide sind Naturparkführerinnen im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Ein Ort der Begegnung, zum Verweilen und Besinnen soll die Friedensbank sein.

Bereits im Jahr 2017 beim Friedensfest „Begegnungen am Brüdenbach“ wurde ein Friedenspfahl mit der Aufschrift „Möge Frieden auf Erden sein“ zwischen den beiden Gemeinden errichtet, der von Karl-Heinz Gruber aus Auenwald gestaltet wurde. Im Sommer dieses Jahres fand ein Friedenskulturfest auf der angrenzenden Wiese statt. Für das Organisationsteam holten sich die Naturparkführerinnen noch Angelika Roth vom Kreisjugendring Rems-Murr und Volker Genthner mit ins Boot.

Im Vorfeld wurden Holzlättchen für die Bank an verschiedene Personen verschickt, um diese ganz individuell zum Thema Frieden zu gestalten. Der in Auenwald lebende Musiker und Musikredakteur Frieder Berlin wählte den Titel eines Songs von John Lennon und Yoko Ono: „Give Peace a Chance“.

Glitzernden Feenstaub hat die Schwäbische Waldfee Mariel Knödler, ihrem „Lättle“ verliehen. Bernd Hecktor, der die Moderation am Friedenskulturfest im Juli übernahm, hat für seinen Beitrag zur Bank den Spruch: „Make love not war“ ausgewählt. Die Autorin Christine Spindler, der Künstler Peter Haußmann, der Fußballer Julian Schieber, Vereine und Organisationen, die Bürgermeister der beiden Gemeinden Ian Schölzel und Karl Ostfalk und Vertreter der Kirchen haben bei der Aktion mitgemacht.

Nach dem Fest wurden die 24 Holzlatten, die mit Worten oder Motiven wie etwa die Friedenstaube versehen sind, als Rückenlehne der Bank angebracht. Die fröhlich bunt gestaltete Sitzgelegenheit soll auch ein Symbol für die Vielfältigkeit der Menschen sein. Fähnchen mit den Namen verschiedener Länder sind darüber gespannt. Viel positive Resonanz haben die Organisatoren inzwischen erhalten, freut sich Petra Klinger. Das idyllisch gelegene Plätzchen wird gut angenommen. Jetzt soll noch eine Informationstafel angebracht und im nächsten Jahr ein Friedensbaum gepflanzt werden.

Die gestalteten Latten an der Rückenlehne der Bank mahnen zum Frieden.

© Pressefotografie Alexander Beche

Die gestalteten Latten an der Rückenlehne der Bank mahnen zum Frieden.

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Erstellt:
27. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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