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Pandemie verlängert Amtszeit von AfD-Bürgermeister nicht

dpa/lsw Burladingen. Der scheidende Burladinger AfD-Bürgermeister Harry Ebert bleibt trotz der Corona-Krise nicht länger im Amt als angekündigt. Der umstrittene Rathauschef hatte seinen Rücktritt zum 31. Mai eingereicht. Die für den 10. Mai geplante Wahl eines Nachfolgers hat die Stadt im Zollernalbkreis wegen der Corona-Pandemie verschoben. Wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilte, übernimmt der Erste Beigeordnete der Kommune die Amtsgeschäfte. Zuvor hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet.

Harry Ebert, Bürgermeister der Stadt Burladingen und AfD-Mitglied. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Harry Ebert, Bürgermeister der Stadt Burladingen und AfD-Mitglied. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild

Ebert war 2018 der erste Bürgermeister in Baden-Württemberg, der in die AfD eintrat. Das Verhältnis mit seinem Gemeinderat galt als zerstritten. Unter anderem hatte er den Besuch des Gremiums in einer Flüchtlingsunterkunft als „Asylantenschau“ bezeichnet. Nach einem Disziplinarverfahren sprach das Landratsamt einen Verweis gegen ihn aus.

Laut Gemeindeordnung führt ein Bürgermeister bis zum Antritt eines Nachfolgers die Amtsgeschäfte weiter. Das gelte aber nicht, wenn ein Gemeindeoberhaupt wie im Fall Eberts seine Entlassung selbst beantragt habe, so das Landratsamt.

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Erstellt:
8. April 2020, 16:15 Uhr

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