Proteste der Gelbwesten eskalieren erneut

Demonstranten stürmen Regierungsgebäude in Paris

paris /AFP - Anhänger der Gelbwesten-Bewegung haben bei neuerlichen Protesten in Paris das Ministeriumsgebäude von Regierungssprecher Benjamin Griveaux gestürmt. Mehrere Gelbwesten und schwarz Gekleidete drangen am Samstag in die gesicherte Anlage ein und randalierten im Innenhof, wie Griveaux mitteilte. Er selbst wurde in Sicherheit gebracht. Landesweit kam es bei den wieder erstarkenden Protesten Zehntausender Gelbwesten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Staatschef Emmanuel Macron verurteilte die Gewalt.

In ganz Frankreich beteiligten sich am achten Protestwochenende in Folge nach Angaben von Innenminister Christophe Castaner rund 50 000 Menschen an den Kundgebungen. Vor einer Woche waren noch 32 000 Aktivisten auf die Straße gegangen. Empörung verursachte der Vorstoß von Anhängern der Protestbewegung in das Ministeriumsgebäude, in dem sich das Büro des Regierungssprechers befindet. Mehrere Aktivisten durchbrachen am Nachmittag mit einem Gabelstapler die Tür zum Innenhof des Gebäudes, wie Griveaux weiter mitteilte. Im Innenhof hätten die Eindringlinge „zwei Autos zerstört, mehrere Fensterscheiben, und dann sind sie wieder gegangen“.

Die Gelbwesten-Bewegung setzt der Regierung von Staatschef Macron seit November zu. Ursprünglich hatte sich die Bewegung gegen hohe Spritpreise und die geplante Ökosteuer auf Diesel gerichtet. Später mischte sich in den Protest allgemeiner Unmut über die Politik der Regierung.

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Erstellt:
7. Januar 2019, 03:14 Uhr

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