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Regionalmanager sollen die Kulturszene auf dem Land beraten

dpa/lsw Stuttgart. Ehrenamtliche Musikvereine, Amateurtheater oder auch Heimatpfleger sollen nach dem Willen des Landes und auf eigenen Wunsch professionell beraten werden. Bis zu sechs Regionen könnten sich um eine Förderung sogenannter Regionalmanager bewerben, die Ehrenamtliche auf dem Land unterstützen sollen, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Dienstag in Stuttgart. Die Initiative gehe vor allem auf die Kreise zu, in denen es eine derartige Schnittstelle noch nicht gebe. „Wo es Kulturämter gibt, braucht es keine Regionalmanager“, sagte Olschowski.

Das Ehrenamt spiele in der Kultur und vor allem auf dem Land eine traditionell bedeutende Rolle. „Wir beobachten aber zunehmend, dass die ehrenamtlichen Strukturen an ihre Grenzen stoßen“, sagte die Staatssekretärin. Das kulturelle Leben in den Regionen müsse professionell unterstützt werden.

Insgesamt sollen bis zu sechs Regionen für das auf zunächst vier Jahre ausgelegte Pilotprojekt in den Verwaltungen ausgewählt werden. Ein Landkreis oder kommunaler Verbund könne mit bis zu 110 000 Euro rechnen, auch die Kulturstiftung des Bundes beteiligt sich an dieser Förderung. „Wir dürfen das Ehrenamt nicht überfordern„, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Regionalmanager sollen nach den Plänen des Landes Kulturschaffende beraten und unterstützen, ehrenamtliche Vereine und Initiativen entlasten und Fördermittel einwerben. Wichtig seien die Manager auch als Vermittler über eine Kreisgrenze hinweg: „Es bringt ja nichts, wenn zwei fast benachbarte Orte am selben Abend das Weihnachtsoratorium aufführen“, sagte Olschowski. Baden-Württemberg sei das bundesweit erste Land, das solche Regionalmanager finanziell und fachlich unterstützt.

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Erstellt:
17. September 2019, 16:21 Uhr

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