Schneemassen legen B14 mehrere Stunden lahm

Nachdem ein Lastwagen stecken bleibt, bricht der Verkehr völlig zusammen. Die Polizei registriert etliche zumeist kleinere Unfälle im Raum Backnang.

Größtes Problem gestern: Die B14 im Raum Sulzbach an der Murr. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Größtes Problem gestern: Die B14 im Raum Sulzbach an der Murr. Foto: J. Fiedler

Von Matthias Nothstein

BACKNANG. Auf winterglatten Fahrbahnen mit einer geschlossenen Schneedecke und schwierigen Straßenverhältnissen ist es gestern zu größeren Verkehrsbehinderungen und etlichen kleineren Unfällen gekommen. Die größte Auswirkung auf den Verkehrsfluss hatte ein Malheur, das einem Lastwagenfahrer auf der B14 zwischen Oppenweiler und Sulzbach an der Murr passiert ist. Nachdem er sich festgefahren hatte, war die Bundesstraße komplett gesperrt. Der Verkehr staute sich zwischen Backnang-Strümpfelbach und Sulzbach über mehrere Kilometer, die Strecke war bis 15 Uhr komplett lahmgelegt und auch danach nur eingeschränkt nutzbar. Manche Autofahrer mussten stundenlang in ihren Fahrzeugen ausharren.

Auch sonst hatten die Polizei und der Räumdienst alle Hände voll zu tun. Glücklicherweise blieb es in den meisten Fällen bei Blechschäden.

In Alfdorf wurden bei einem Glätteunfall nicht nur zwei Personen leicht verletzt, sondern es entstand auch ein Sachschaden in Höhe von ungefähr 25000 Euro. Laut Polizeiangaben ereignete sich der Unfall gegen 10.20 Uhr auf der Hauptstraße, als ein 63-jähriger Omnibusfahrer in Richtung Pfahlbronn unterwegs war. Auf Höhe einer Verkehrsinsel kam der Busfahrer nach rechts gegen den Bordstein. Durch die schneeglatte Fahrbahn verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und geriet nach links auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er mit einem 72-jährigen Ford-Fahrer, der von Pfahlbronn in Richtung Alfdorf unterwegs war. Ein 29-jähriger Lkw-Fahrer, der ebenfalls von Pfahlbronn in Richtung Alfdorf unterwegs war, schätzte die Situation falsch ein und beschädigte den bereits stehenden Bus beim Vorbeifahren. Durch den Verkehrsunfall wurden der 63-jährige Ford-Fahrer und seine 30-jährige Beifahrerin leicht verletzt. Die Fahrbahn war während der Unfallaufnahme für längere Zeit vollständig gesperrt.

In Murrhardt unter anderem auch deshalb, weil ein unbelehrbarer Zeitgenosse mit Sommerreifen unterwegs war. Der 58 Jahre alte Jaguar-Fahrer kam gegen 11.15 Uhr in der Riesbergstraße auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Rutschen und kollidierte mit einem am Fahrbahnrand geparkten VW. An den Fahrzeugen entstand laut Polizeiangaben Sachschaden in Höhe von rund 24000 Euro.

Auf Höhe von Kleinaspach rutschte gegen 8.45 Uhr ein Sattelzug in den Straßengraben. Der Verkehr zwischen Großaspach und Großbottwar konnte nur noch einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden und es bildete sich innerhalb kurzer Zeit ein größerer Rückstau in beiden Richtungen. Für die aufwendigen Bergungsarbeiten waren zwei Bergungsfahrzeuge erforderlich. Der Autobahnzubringer musste dafür im Bereich Hardtwaldkreuzung in beiden Richtungen gesperrt werden.

In Kleinaspach ereignete sich in der Schulstraße gegen 13 Uhr ein Auffahrunfall, der laut Polizeiangabe ebenfalls auf die Glätte zurückzuführen war.

Die Schneelast sorgte auch dafür, dass zwischen Sulzbach und Kleinhöchberg ein Baum auf die Fahrbahn ragte und den Verkehr behinderte.

Gleich mehrere Lastwagen hatten sich gegen 14 Uhr auf der L1120 zwischen Kaisersbach und Mettelberg festgefahren. Sie mussten auf die Straßenmeisterei warten, bevor sie weiterfahren konnten.

In Winnenden stürzte gegen 8 Uhr in der Straße Im Mühlrain eine Radfahrerin, die laut Polizei trotz Schneeglätte unterwegs war. Sie verletzte sich leicht.

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Erstellt:
13. Januar 2021, 06:00 Uhr

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