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Schutz der Artenvielfalt trägt im Kreis erste Früchte

Landrat Richard Sigel begrüßt Staatssekretär Andre Baumann im Rems-Murr-Kreis

Der Schutz von Natur und Landschaft im Rems-Murr-Kreis war das zentrale Thema des Besuchs von Staatssekretär Andre Baumann (links) bei Landrat Richard Sigel (Mitte). Foto: Landratsamt

Der Schutz von Natur und Landschaft im Rems-Murr-Kreis war das zentrale Thema des Besuchs von Staatssekretär Andre Baumann (links) bei Landrat Richard Sigel (Mitte). Foto: Landratsamt

WAIBLINGEN (pm). Einen heißen Tag hatte sich Andre Baumann ausgesucht, als er kürzlich den Rems-Murr-Kreis besuchte. Der Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg machte sich ein Bild von der Landschaftspflege im Landkreis. Zusammengefunden hatten sich Landrat Richard Sigel, die Landtagsabgeordneten Petra Häffner (Grüne) und Jochen Haußmann (FDP), Bürgermeister Andreas Schaffer sowie Vertreter der Projektbeteiligten von Nabu, vom Maschinenring von der Stuttgarter Hofbräu Stiftung und des Landschaftserhaltungsverbands Rems-Murr-Kreis (LEV). „Die Erhaltung und die Pflege der Tier- und Pflanzenwelt ist uns im Rems-Murr-Kreis ein zentrales Anliegen. Zum Beispiel planen wir aktuell Blühflächen an den Anschlussstellen der Bundesstraßen, um beim Schutz der Wildbienen, dort wo wir es können, unseren Beitrag zu leisten“, sagte Landrat Richard Sigel. „Ich bin froh, dass unser Engagement Früchte trägt. Mit den erhöhten Mitteln des Landes, für die wir uns eingesetzt haben, sind wir besser in der Lage unserer Verantwortung gegenüber der Natur und der Landschaft gerecht zu werden“, so der Landrat.

„Der Schutz der Artenvielfalt und lebendiger Kulturlandschaft gehört zu den wichtigsten Aufgaben in der Politik. Es gilt das zu erhalten, was uns erhält“, sagte Staatssekretär Andre Baumann. Das Land habe die Mittel für den Naturschutz weiter deutlich erhöht. „Wichtig ist, dass wir eng und gut zusammenarbeiten.“ LEV-Geschäftsführerin Kirsten Kindermann stellte das Projekt am Naturdenkmal „Teiche in den Bäderwiesen“ in Plüderhausen vor. Bei diesem arbeiteten viele verschiedene Akteure gemeinsam daran, ein wertvolles Biotop für viele Pflanzen und Tiere zu erhalten. Zusammen konnte man einen Eindruck davon gewinnen, wie wichtig es ist, dass nicht nur die Teiche alle zehn bis zwanzig Jahre ausgebaggert werden. Auch die Gehölze, Schilfbestände und Wiesen um die Teiche müssen regelmäßig auf bestimmte Art und Weise gepflegt werden. „Wir sind besonders froh, dass die Landwirte, die die Flächen um die Teiche bewirtschaften so aufgeschlossen und kompromissbereit waren, sodass nun auch die Ausdehnung der teichnahen Wiesen vereinbart werden konnte“, so Kirsten Kindermann. „Ein besonderer Dank gilt der Stuttgarter Hofbräu Stiftung – dass man so schnell und unbürokratisch an Gelder für die Landschaftspflege, in diesem Fall für die Sanierung der Teiche, kommt, ist äußerst selten“, so Kindermann weiter.

Gemeinsam machte man sich im Anschluss auf den Weg nach Kernen im Remstal zum Streuobstwiesenprojekt an der drei Hektar großen Schalzberger Heide. Vor Ort stießen die Projektbeteiligten dazu, die am Gelingen des 2015 ins Leben gerufenen Projekts beteiligt waren und sind. Darunter Bürgermeister Stefan Altenberger sowie der Technische Beigeordnete Peter Mauch, Bauamtsmitarbeiterin Annerose Mößner und die Bewirtschafter der Flächen: Schäferin Christine Brencher, Andreas Reutter vom Maschinenring und der Pflegetrupp der Diakonie Stetten unter Leitung von Markus Neuffer. LEV-Geschäftsführerin Franziska Groß stellte das Projekt vor: „Das Ausmaß der Verbuschung der Fläche war zu Beginn des Projekts im Jahr 2015 mehr als 50 Prozent. Durch die finanzeigenen Mittel des Landschaftserhaltungsverbandes, der Gemeinde und des Landes und die engagierten Projektbeteiligten sowohl aus dem Landratsamt, der Landwirtschaft, dem Naturschutz und den Kommunen konnte schlussendlich Anfang 2017 die Fläche gerodet werden und durch die anschließende Beweidung ein nachhaltiges Projekt auf den Weg gebracht werden“. Deutlich wurde auch an der zweiten Station in Kernen, dass nur durch eine enge Zusammenarbeit ein solches Projekt überhaupt gestemmt werden kann.

Im Zusammenhang der finanziellen Mittel, die dieses Jahr dem Landschaftserhaltungsverband für seine Arbeit zur Verfügung stehen, bedankte sich Dr. Andre Baumann bei den anwesenden Landtagsabgeordneten. „Wichtig ist, dass die von der Landesregierung zur Verfügung gestellten Gelder vor Ort ankommen: Bei den Landwirten und allen Akteuren, die sich für unsere Kulturlandschaften einsetzen“, betonte der Staatssekretär.

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Erstellt:
27. August 2018, 06:00 Uhr

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