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Knochen eines 300 000 Jahre alten Elefanten freigelegt

dpa/lsw Schöningen. Archäologen aus Tübingen haben im niedersächsischen Schöningen dabei geholfen, das nahezu vollständige Skelett eines eurasischen Waldelefanten freizulegen. Die Knochen seien außerordentlich gut erhalten, sagte Grabungsleiter Jordi Serangeli am Dienstag. Das Tier starb vor rund 300 000 Jahren am damaligen Seeufer von Schöningen. „Was genau geschah und wie die Umgebung vor 300 000 Jahren beschaffen war, rekonstruiert das Team nun durch Analysen und weitere Grabungen“, teilte die Universität Tübingen mit. Serangeli zeigte sich optimistisch, auch den Rest des Tieres zu finden.

Nicholas Conard (l) und Ivo Verheijen zeigen Teile eines Skeletts eines eurasischen Waldelefanten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Nicholas Conard (l) und Ivo Verheijen zeigen Teile eines Skeletts eines eurasischen Waldelefanten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Am Fund der Elefantenkuh waren Experten vom Senckenberg-Zentrum für menschliche Evolution und Paläoumwelt der Universität Tübingen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (NLD) beteiligt. Ihre Erkenntnisse veröffentlichen die Wissenschaftler im Fachmagazin „Archäologie in Deutschland“.

Das Forschungsmuseum Schöningen ging im vergangenen Sommer aus dem vielkritisierten Paläon hervor und steht seitdem unter der Regie des Landesamts für Denkmalpflege. In dem ehemaligen Braunkohletagebau waren in den 90er Jahren die ältesten Jagdwaffen der Menschheit gefunden worden. Die Entdeckung der etwa 300 000 Jahre alten Holzspeere an der Grenze zu Sachsen-Anhalt galt als eine Sensation. Das 2013 eröffnete Erlebniszentrum hatte 15 Millionen Euro gekostet und stand wegen der hohen Kosten von Anfang an in der Kritik.

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Erstellt:
19. Mai 2020, 15:17 Uhr

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