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Straße soll schöner und sicherer werden

Einstimmiger Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Ortsdurchfahrt – Bossert: „Einmalige Chance für eine gewaltige Aufwertung“

Der Spiegelberger Gemeinderat hat sein einstimmiges Ja zu den Plänen gegeben, dass die Ortsdurchfahrt erneuert und die Ortsmitte saniert wird. Den derzeitigen Stand des rund 1,3 Millionen Euro teuren Projekts stellte Verkehrsplaner Hans-Jürgen Tögel dem Gremium vor. Detailplanungen, Ausschreibungen und Bürgerinfoveranstaltungen sollen in den kommenden Wochen folgen.

Bushaltestellen in Buchten oder auf der Fahrbahn: Das ist ein Detail, das in den weiteren Planungen diskutiert wird. Fotomontagen: LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH

Bushaltestellen in Buchten oder auf der Fahrbahn: Das ist ein Detail, das in den weiteren Planungen diskutiert wird. Fotomontagen: LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH

Von Nicola Scharpf

SPIEGELBERG. „Man darf das schon sagen: Es ist eine einmalige Chance für eine gewaltige Aufwertung“, ordnete Uwe Bossert die Reichweite des einstimmigen Beschlusses in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein. Dass alle Gemeinderäte den vorgestellten Plänen im Grundsatz zustimmten, wertete der Bürgermeister als „ein ganz, ganz deutliches Signal“. Bereits im Januar hatte der Gemeinderat den bürokratischen Weg zur Deckenerneuerung des innerörtlichen Abschnitts der Landesstraße1066 und der damit einhergehenden Sanierung der Ortsmitte geebnet. Nun bekräftigte er eine Vereinbarung, die die Kostenbeteiligung zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Gemeinde Spiegelberg regelt, und hieß die seitherigen Entwurfspläne gut. Auf diesem Grundsatzbeschluss sollen jetzt die weiteren Planungen aufbauen, so der Bürgermeister.

Verkehrsplaner Hans-Jürgen Tögel aus Möglingen präsentierte die bisherigen Überlegungen und Entwürfe, die im Zuge der Belagserneuerung der Ortsdurchfahrt das Ortsbild ändern werden. Die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger soll sich verbessern, ebenso wie die Barrierefreiheit an Bushaltestellen und die Aufenthaltsqualität im Ort. Vorgesehen sind zum einen Radstreifen auf der Fahrbahn, wodurch sich die Fahrbahn verengt und die Autos langsamer fahren, weil sie sich vermehrt nach innen orientieren, so Tögel. Am südlichen Ortseingang soll ein sogenanntes Baumtor entstehen. Das ist eine bepflanzte Querungsinsel, die einerseits Radfahrern und Fußgängern mehr Sicherheit beim Wechseln der Straßenseite bieten und zum anderen den Übergang vom außer- zum innerörtlichen Bereich deutlicher markieren soll. Das wiederum soll ein Drosseln des Tempos bei Autofahrern bewirken. Im Ortskern vom Rathaus bis zur Einmündung Winterseitenweg soll die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt werden. Tögel schlägt außerdem vor, in diesem Bereich die Asphaltdecke nicht schwarz, sondern andersfarbig zu gestalten. Weiteres optisches Gestaltungsmittel zur Aufwertung des Ortsbildes ist zum Beispiel, im zentralen Bereich Fahrbahn und Seitenraum hervorzuheben. Darüber hinaus sind vier zusätzliche Parkplätze in der Ortsmitte am Brunnenplatz bei der Volksbank geplant. Weitere zirka neun Stellplätze sollen in der Juxer Straße entstehen. Die Bushaltestellen sollen barrierefrei gestaltet werden, indem die Bordsteine auf 16 bis 18 Zentimeter erhöht werden.

Intensiv diskutierter Punkt ist der nördliche Ortseingang

In mehreren Gremiensitzungen, die zur Besprechung der Pläne stattgefunden haben, war wohl die Situation im Kreuzungsbereich der Ortsdurchfahrt (Löwensteiner Straße) mit der Prevorster Straße und Im Sterngarten ein „intensiv diskutierter Punkt“, so Tögel. Der Verkehrsplaner schildert: Hier, am nördlichen Ortseingang, wird sehr schnell gefahren, teilweise wird auch geschnitten. Es braucht daher eine Maßnahme für den Radverkehr, also eine Verkehrsinsel. Gleichzeitig muss die Kreuzung der Feuerwehr mit ihren Einsatzfahrzeugen genügen und auch für den Schwerlastverkehr tauglich sein.

An den Vortrag anschließend meldeten sich einige Gemeinderäte mit Ideen oder Einwänden zu Wort. Rolf Uebele beispielsweise stellte das Tempolimit auf 30 Kilometer pro Stunde zur Diskussion und schlug Tempo 40 als Alternative vor. Er sprach sich auch dafür aus, dass für die Bushaltestellen weiterhin Buchten vorgesehen werden und nicht die eigentliche Fahrbahn dem Busstopp dient. Ralf Kurz dagegen befürwortete Haltestellen auf der Straße. Heinz Bauer störte sich daran, dass der Brunnen eventuell versetzt werden soll. Dennoch hoben alle Gemeinderäte die Hand, als es um die Abstimmung der Grundsätze ging. Detailausarbeitungen folgen. „Das Interessante liegt immer im Detail. Das kommt auf uns zu“, sagte der Bürgermeister. Es handele sich um Themen, „die die Leute direkt berühren“.

Die Gesamtkosten für das Projekt (Deckenerneuerung, Straßenbeleuchtung, Querungen, Straßeneinlaufschächte und -begleitmaßnahmen) belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro, die im Haushalt eingestellt sind. Es wird mit Zuschüssen in Höhe von etwa 960000 Euro gerechnet, sodass der Anteil der Gemeinde bei rund 340000 Euro liegt.

Radstreifen und Querungsmöglichkeiten: Sie sollen der Sicherheit der Fußgänger und Fahrradfahrer dienen. Dem trägt auch eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde, wie zwischen dem Rathaus und dem Winterseitenweg vorgesehen, Rechnung.

Radstreifen und Querungsmöglichkeiten: Sie sollen der Sicherheit der Fußgänger und Fahrradfahrer dienen. Dem trägt auch eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde, wie zwischen dem Rathaus und dem Winterseitenweg vorgesehen, Rechnung.

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Erstellt:
14. Mai 2019, 06:00 Uhr

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