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Studierende gestalten Logos

Das Kooperationsprojekt „Klima Wandeln – Prima Handeln“ erhält ein Gesicht – Endgültige Entscheidung wird noch gefällt

Seit Oktober vergangenen Jahres gibt es in Weissach im Tal das Projekt „Klima Wandeln – Prima Handeln“. Jetzt wurde von Studierenden der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung Stuttgart ein Projekt zur Entwicklung eines Logos durchgeführt. Die Arbeiten wurden bei einer Feier vorgestellt und sind in einer Ausstellung im Rathaus in Unterweissach zu sehen.

Bookzine und Postkarten: Beim Abschluss des Logoprojekts in Unterweissach wurden zahlreiche Ideen und Entwürfe vorgestellt. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Bookzine und Postkarten: Beim Abschluss des Logoprojekts in Unterweissach wurden zahlreiche Ideen und Entwürfe vorgestellt. Foto: A. Becher

Von Claudia Ackermann

WEISSACH IM TAL. Mit dem Thema Klimaschutz haben sich die Studierenden im zweiten Semester in dem Kooperationsprojekt intensiv auseinandergesetzt. Es wurden Siebdrucke angefertigt, in denen jeder seine Gedanken zum Ausdruck bringen konnte. Ein schwitzender Polarbär oder ein Wal in der Flasche sind in der Ausstellung im Rathaus Unterweissach zu sehen. Das Bienensterben wurde thematisiert oder auf vegetarische Ernährung hingewiesen, mit einem Gummibärchen mit Knochengerüst, als Verweis auf die enthaltene Gelatine.

Bürgermeister Ian Schölzel eröffnete die Veranstaltung auf dem Platz zwischen Rathaus und Bürgerhaus, die vom Musikverein Unterweissach umrahmt wurde. Das Projekt „Klima Wandeln – Prima Handeln“ ist eine Kooperation des Vereins Klimaschutz konkret, dem Kreisjugendring Rems-Murr und der Gemeinde Weissach im Tal. Im Rahmen dieses Pilotprojekts, das vom Bundesumweltministerium finanziell unterstützt wird, wolle man vor Ort, vor allem auch mittels einer breit angelegten Bürgerbeteiligung, aufzeigen, wie Klimaschutz im Alltag ganz konkret gelingen kann. Das Projekt soll am Ende übertragbar sein auf andere Kommunen. Mit der Entwicklung eines Logos soll das Projekt ein Gesicht bekommen, so Ian Schölzel.

Projektleiterin der Logogestaltung ist Professorin Michaela Köhler. Das wertvolle an dem Projekt sei für die Studierenden auch der Sensibilisierungseffekt für das Thema Umweltschutz. Was bedeutet es für den Einzelnen? Mit verschiedenen medialen Ausdrucksweisen haben sich die 16 Studierenden dem Thema genähert. Neben den Serigrafien wurde ein Bookzine mit dem Titel „Die kleinen Dinge“ erstellt, in dem jeder neben Illustrationen seine Gedanken zum Thema Umweltschutz in schriftlicher Form zum Ausdruck gebracht hat. Da geht es etwa darum, keine Plastiktrinkhalme oder Einwegbecher zu benutzen. Außerdem wurden Postkarten gestaltet und Stempel gefertigt, von denen nun ein Motiv für das Logo ausgewählt wird.

Von ihren persönlichen Erfahrungen beim Projekt berichteten die Studierenden Pia Geck und Pinar Erzengin. Die intensive Beschäftigung mit dem Thema Umweltschutz und Klimawandel hat sie dazu bewegt, ihr eigenes Verhalten im Alltag genauer zu überprüfen. So war etwa eine Gruppe Studierender im Lebensmittelladen unterwegs, um Getränke zu kaufen. Muss es die Plastikflasche sein oder kann man nicht auch mal mit Wasser aus der Leitung den Durst löschen? Durch das Projekt haben sie in vielen kleinen Dingen bewusster gehandelt.

Seit Oktober habe sich das Projekt „Klima Wandeln – Prima Handeln“ in der Ideenfindungsphase befunden, informierte Silke Müller-Zimmermann vom Verein Klimaschutz konkret. Man habe sich Ideen von den Bürgern abgeholt, etwa bei einer Infoveranstaltung mit dem Titel „Marktplatz“ im Bildungszentrum Weissacher Tal oder bei Rundgängen durch den Ort. Über 230 Anregungen seien zusammengekommen, von denen nun versucht werde, einige umzusetzen. Ein zweiter Markttag in Unterweissach ist angedacht, an dem samstags ehrenamtliche Helfer die Produkte der regionalen Landwirte verkaufen. Klima-Coaches für verschiedene Bereiche wie Kindergärten oder Jugendliche sollen ausgebildet werden. Natur erleben und den Wald erhalten sind vordergründige Themen. Man könnte ein Geschirrmobil anschaffen für Veranstaltungen in der Gemeinde und den Nachbarkommunen, um Einweggeschirr zu vermeiden. Die Ideen sind vielfältig. Zum Thema Recycling waren Sitzsäcke aus gebrauchten Kaffeesäcken und Schulsportmatten ausgestellt.

Grußworte sprachen Geraldine Höbel und Marita Trautner vom Kreisjugendring. Die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg sorgte für Getränke, und nach einem Rundgang durch die Ausstellung war im Bürgerhaus zu einem Imbiss mit internationalen Snacks geladen. Die Ausstellung im Rathaus Unterweissach mit Exponaten der Studierenden kann bis 4. Oktober besichtigt werden.

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Erstellt:
2. August 2019, 16:00 Uhr

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