Taus-Schüler verteidigen Meistertitel beim deutschlandweiten Wettbewerb

Blue Wolves verteidigen ihren Titel: Bereits zum zweiten Mal geht das F-1-Juniorteam des Gymnasiums in der Taus bei den Süddeutschen Meisterschaften an den Start und kann dabei die Erwartungen mehr als erfüllen. Neben einem deutschlandweiten Geschwindigkeitsrekord sichern sich die Schüler mehrere Preise.

Stolze Preisträger: Ole Schwaderer, Luka Radenkovic, Lana Radenkovic und Jonas Mayer (von links). Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

Stolze Preisträger: Ole Schwaderer, Luka Radenkovic, Lana Radenkovic und Jonas Mayer (von links). Foto: Alexander Becher

Von Simone Schneider-Seebeck

Backnang. Schon im vergangenen Jahr hatte sich das Junior-F-1-Team des Gymnasiums in der Taus als ausgesprochen erfolgreich erwiesen. Süddeutscher Juniormeister, deutscher Juniormeister – die drei Unterstufenschüler um Luka Radenkovic ließen die Konkurrenz weit hinter sich. Und das will etwas heißen bei einem Wettbewerb, in dem es um Tausendstelsekunden geht. In diesem Jahr konnte das Team Blue Wolves an die Erfolge des letzten Jahres nicht nur anknüpfen, sondern sie sogar ausbauen. Allerdings mit einigen neuen Gesichtern.

Weiterhin mit großer Begeisterung dabei ist Luka Radenkovic. Der 13-Jährige zeichnet verantwortlich für Konstruktion und Teammanagement, er entwickelt die Miniboliden mittels CAD-Programm am PC. Seit diesem Schuljahr ebenfalls mit dabei ist seine zehnjährige Schwester Lana. Sie kümmert sich um Social Media und den Internetauftritt. Genauso wie ihr Bruder interessiert sie sich für Mint-Fächer, in denen die Formel-1-AG angesiedelt ist. Hinzu kam auch, dass sie der Begeisterung ihres Bruders kaum entkommen konnte und so selbst vom Wettbewerbsfieber angesteckt wurde.

Änderungen im Reglement mit Bravour gemeistert

Wie Luka besucht auch der zwölfjährige Ole Schwaderer die siebte Klasse und ist für das Grafikdesign zuständig. Der Vierte im Bunde ist Sechstklässler Jonas Mayer, der sich um das Sponsoring kümmert.

Erfreulicherweise sind in der laufenden Wettbewerbssaison sieben der neun vorigen Sponsoren dem Junior-F-1-Team treu geblieben. Zwei neue Unterstützer konnte Jonas an Land ziehen.

Wie auch bei den Großen gibt es beim Schulwettbewerb „Formel 1 in der Schule“ immer wieder Änderungen des Reglements. Hatte es im vergangenen Jahr noch ausgereicht, ein Portfolio zur Fahrzeugentwicklung zu erstellen, kam in diesem Jahr für die Juniorteams eine mündliche Präsentation dazu, was für die Vierergruppe jedoch kein Problem darstellte.

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Nicht nur, dass die Blue Wolves bei den Süddeutschen Meisterschaften in Fürstenfeldbruck mit 1,052 Sekunden einen deutschlandweiten Geschwindigkeitsrekord aufstellten: In dieser Saison wurden darüber hinaus im Bereich Juniorklasse auch noch ordentlich Preise abgesahnt: der Konstruktionspreis, der Sonderpreis für das Portfolio, das schnellste Auto, erster Platz und in Köln verteidigten sie zudem ihren Platz als Deutscher Meister mit 1,112 Sekunden.

Es bleibt gar nichts anderes übrig, als zu gewinnen

Ein bisschen Luft nach oben ist aber noch: „Die Preise für den Teamstand und die mündliche Präsentation fehlen noch“, sagt Luka Radenkovic.

Allerdings, so der Teamchef, seien die Bedingungen in diesem Jahr schon anders gewesen als 2023. Da sei man zum ersten Mal angetreten und gewissermaßen einfach gespannt gewesen, wie es laufen würde. In diesem Jahr war das schon anders. „Die Erwartungen sind schon viel höher, wenn man zum zweiten Mal dabei ist“, erklärt Luka. Vor allem sei man auch etwas unter Druck, wenn man als amtierender Deutscher Meister antrete. Es bleibe eigentlich gar nichts anderes übrig, als zu gewinnen.

Wichtig sei es daher, die Ruhe zu bewahren. Und das ist dem Team vom Gymnasium in der Taus auf jeden Fall gelungen. Der gute Zusammenhalt der Gruppe war dabei sicher auch ein wesentlicher Faktor. Denn das betonen alle vier: „Wir arbeiten sehr gut als Team zusammen.“

„Formel 1 in der Schule“

Konzept „Formel 1 in der Schule“ ist ein multidisziplinärer Technologiewettbewerb. Schüler und Schülerinnen im Alter von elf bis 19 Jahren konstruieren einen Mini-Formel-1-Rennwagen selbstständig am Computer. Der anschließend nach diesen Plänen gebaute Wagen misst sich dann auf einer 20 Meter langen Bahn mit der Konkurrenz. Angetrieben werden die Boliden durch eine Gaskartusche.

Rennen Abgesehen davon, dass die Rennen naturgemäß nicht so lange dauern wie bei den „Großen“, stellt sich mangels Übungsstrecke oft auch erst im Verlauf des Wettbewerbs heraus, ob sich die Überlegungen zur Entwicklung des Fahrzeugs auch im guten realen Abschneiden zeigen. Weitere Informationen unter www.f1inschools.de und www.bluewolves.team.

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Erstellt:
11. Juni 2024, 06:00 Uhr

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