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Tausende Mieter von Vonovia fürchten Geldprobleme

dpa Frankfurt/Bochum. Die Corona-Krise sorgt an vielen Stellen für finanzielle Sorgen. Beim größten deutschen Wohnungsunternehmen melden sich viele Menschen mit der Befürchtung, ihre Miete nicht mehr zahlen zu können.

Die Vonovia-Zentrale in Bochum. Foto: Marcel Kusch/dpa

Die Vonovia-Zentrale in Bochum. Foto: Marcel Kusch/dpa

In der Corona-Krise haben Tausende Mieter Deutschlands größten Wohnungskonzern Vonovia um Zugeständnisse gebeten. Stand Ende voriger Woche hätten sich rund 3000 Mieter an das Unternehmen gewandt mit der Befürchtung, sie könnten sich ihre Wohnung nicht mehr leisten.

Vonovia habe allen Mietern aber bereits im März geschrieben, „dass sie sich keine Sorgen machen müssen, wenn sie Mieten vorübergehend nicht vollständig zahlen können“, sagte Vorstandschef Rolf Buch der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch).

Man wolle in solchen Fällen gemeinsam eine Lösung finden. „Auf keinen Fall werden wir Mietern kündigen, die aufgrund von Corona in Schwierigkeiten gekommen sind“, sagte Buch. Er schloss zudem Mieterhöhungen in laufenden Verträgen aus, solange die Corona-Krise akut sei. „Auch, wenn wir nun Modernisierungen abschließen, erhöhen wir die Mieten vorerst bis September nicht.“ Das koste den Konzern zwar Geld, an der Jahresprognose halte man aber fest.

Vonovia habe große Modernisierungsvorhaben wie Aufstockungen oder Fassaden-Erneuerungen vorerst gestoppt. Mit dem Neubau von Wohnungen komme das Unternehmen wegen der Corona-Pandemie langsamer voran. Vonovia besitzt rund 416.000 Wohnungen, die meisten davon in Deutschland. Buch zeigte sich optimistisch, dass Immobilien trotz der Pandemie begehrt bleiben. „Grundsätzlich wird es auch nach der Corona-Krise eine Nachfrage nach Wohnraum in den Städten geben“, so der Manager. „Und unser Vonovia-Bestand, das sind bezahlbare Mietwohnungen. Dieses Segment wird immer gebraucht.“

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Erstellt:
8. April 2020, 12:43 Uhr

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