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Totschlagsprozess um „Fake-Beerdigung“ vor dem Ende

dpa/lsw Stuttgart. Eine Lüge, ein Streit, Schläge und schließlich eine Tote im Gebüsch: das Stuttgarter Landgericht hat sich in den vergangenen Monaten mit dem Verbrechen an einer Frau aus Remshalden auseinandergesetzt. Nun erwartet den mutmaßlichen Täter das Urteil.

Mit der vorgetäuschten Beerdigung seiner Mutter soll ein Mann aus Weinstadt eine Bekannte auf einen Parkplatz gelockt und nach einem Streit getötet haben. Das Landgericht Stuttgart hat sich eineinhalb Monate lang mit dem Fall und dem Totschlagsvorwurf beschäftigt, am Montag (14.00) will es ein Urteil sprechen. Der Angeklagte, ein Freund des Opfers, hatte die Tat in einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung zum Prozessauftakt eingeräumt. Die Tat tue ihm sehr leid, hatte er gesagt.

Im vergangenen Juli hatte der 31-Jährige sein späteres Opfer nach eigener Darstellung frühmorgens auf einem Parkplatz in Weinstadt getroffen. Als der Frau dämmerte, dass die Beerdigung nur ein vorgeschobener Grund war und der Mann keineswegs zur Bestattung seiner Mutter fahren wollte, kam es zum Streit, in dessen Verlauf der Mann zuschlug und die Frau auch würgte. Den leblosen Körper legte er nahe der Rems in einem Gebüsch ab.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafe von zwölf Jahren Haft wegen Totschlags gefordert, der Verteidiger hält achteinhalb Jahre für angemessen.

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Erstellt:
10. Februar 2020, 05:09 Uhr

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