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Überlastung – Realschulen im Land schlagen Alarm

Kritikpunkte: Volle Klassen, zu wenig Lehrer und ein Bildungsplan, der Realitäten verkennt – Eisenmann verweist auf Hilfsangebote

Stuttgart Der Frust an den Realschulen im Land nimmt zu. Nicht nur in Stuttgart schlagen die Realschullehrer Alarm. „Die Überlastung kommt auch im Schulamt an“, sagt der Stuttgarter Schulamtsleiter Thomas Schenk. Volle Klassen, zu wenig Lehrer und ein Bildungsplan, der „die Realitäten verkennt“, sind die Hauptkritikpunkte.

In Stuttgart haben in den fünften Realschulklassen im Schnitt 54,9 Prozent eine Bildungsempfehlung für diese Schulart, im Land sind es 55,9 Prozent. 34 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die eine Realschule besuchen, haben eine Empfehlung für die Haupt- und Werkrealschule. Im Land liegt diese Quote bei 24,2 Prozent.

Die Entwicklung der Realschulen beschäftigt auch den Landesverband der Realschullehrer. Deren Vorsitzende Karin Broszat übt dabei scharfe Kritik an der grün-roten Landesregierung, die bis 2016 am Ruder war. Die damalige Koalition habe „das bis dahin ­erfolgreiche Schulsystem Baden-Württembergs ideologisch motiviert zutiefst erschüttert und bis heute destabilisiert.“

Der neue Bildungsplan für die Realschulen sieht seit dem Schuljahr 2017/18 vor, dass alle Fünft- und Sechstklässler in der 2016 eingeführten Orientierungsstufe auf Realschulniveau unterrichtet und benotet werden, dem mittleren Niveau. „Ein Großteil der Schüler entspricht dem M-Niveau nicht“, sagt aber Barbara Koterbicki, geschäftsführende Schulleiterin der Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen in Stuttgart. Sie regt an, gerade in den fünften und sechsten Klassen über das M-Niveau nachzudenken. Denn Schüler, die dem nicht gewachsen seien, bremsten auch andere aus.

Kultusministerin Susanne Eisenmann verweist (CDU) auf die Unterstützungsangebote an den Realschulen: „Es war mir sehr wichtig, den Realschulen mehr Möglichkeiten zu geben, um auf die heterogene Schülerschaft einzugehen.“

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Erstellt:
30. Januar 2019, 03:14 Uhr

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