Ulm hat eine neue Münsterbaumeisterin

dpa Ulm. In Ulm gibt es eine neue Münsterbaumeisterin. Die 55-jährige Architektin Heidi Vormann ist am Dienstagabend vom Gesamtkirchengemeinderat mehrheitlich in das Amt gewählt worden, wie Dekan Ernst-Wilhelm Gohl vom evangelischen Kirchenbezirk Ulm mitteilte. Vormann war bislang als Architektin der evangelischen Kirchengemeinde im Bamberg tätig. Sie ist die nun zweite Frau auf dem für Ulm bedeutenden Posten. Der bisherige Münsterbaumeister Michael Hilbert war dieses Jahr gestorben.

Blick auf das Ulmer Münster. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Blick auf das Ulmer Münster. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Vormann hat sich gegen mehr als 20 Bewerber aus dem ganzen Bundesgebiet durchgesetzt. Drei der Bewerber hatte das Münstergremium mit Experten der Denkmalpflege von Land und Kommune Mitte November der Kirchengemeinde zur Wahl vorgeschlagen.

Die Münsterbaumeisterin ist planerischer Kopf des Münsters, zugleich aber auch Repräsentantin des berühmten Kirchenbaus in der Öffentlichkeit. Vormann steht künftig den Mitarbeitern des Münsterbauamts vor. Zusammen mit den Steinmetzen der Münsterbauhütte, die für die Ausführung der Pläne zuständig sind, trägt sie für die Instandhaltung und Sanierung des Münsters Verantwortung.

Das spätmittelalterliche Münster ist die größte evangelische Kirche in Deutschland und hat den weltweit höchsten Kirchturm. Er ist rund 162 Meter hoch. 2018 wurde die Arbeit der Münster- und Dombauhütten in Ulm, Freiburg und Köln zum nationalen immateriellen Kulturerbe erklärt.

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Erstellt:
25. November 2020, 05:10 Uhr

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