Untersuchungen zu totem Luchs bei St. Blasien dauern an

dpa/lsw Freiburg. Die Untersuchungen zum getöteten Luchs, der bei St. Blasien im Schwarzwald gefunden wurde, dauern an. Das äußerst seltene Tier soll durch Gewalteinwirkung verendet sein. Wie genau der Luchs getötet wurde, wollten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Der Fundort sei wohl nicht der Tatort: „Wir gehen davon aus, dass der Luchs woanders getötet wurde“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Luchs sei schon mehrere Tage tot gewesen, als eine Spaziergängerin ihn am Montagmorgen neben einem Waldweg an einem steilen Hang bei Menzenschwand (Kreis Waldshut-Tiengen) entdeckte. Der Auffindeort sei wohl zur „Entsorgung“ gewählt worden.

Forstminister Peter Hauk (CDU) zufolge ist das tote junge Luchsmännchen nicht eines der nur vier im Südwesten sesshaften Luchse. Dies habe ein Abgleich des Fleckenmusters mit den in Baden-Württemberg bekannten Luchsen ergeben. Es werde vermutet, dass das Tier über die recht nahe Schweizer Grenze gekommen sei.

Das Tier wird laut Staatsanwaltschaft pathologisch untersucht. Die Fahnder ermitteln wegen des Verdachts eines Vergehens gegen das Tierschutz- und Bundesnaturschutzgesetz und suchen Zeugen, die Fahrzeuge oder Menschen in der Nähe des Auffindeorts im Gewann „Schützenwald“ gesehen haben.

© dpa-infocom, dpa:210604-99-862776/2

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Erstellt:
4. Juni 2021, 14:17 Uhr

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