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Verfassungsschutz: 1170 Salafisten im Südwesten im Blick

dpa/lsw Stuttgart. Der Verfassungsschutz geht aktuell davon aus, dass in Baden-Württemberg 1170 Salafisten leben. Das teilte ein Sprecher des Landesamts in Stuttgart auf Anfrage mit. Noch im März hatte die Behörde die geschätzte Zahl der Menschen aus dem salafistischen Spektrum mit 950 angegeben. Die Zunahme auf 1170 Personen bedeute aber nicht, dass die Szene enorm angewachsen sei, hieß es. Vielmehr sei die Entwicklung auf eine Zunahme von Hinweisen auf einzelne salafistische Akteure zurückzuführen.

Das Eingangsschild des baden-württembergischen Landesamt für Verfassungsschutz. Foto: Marijan Murat/Archivbild

Das Eingangsschild des baden-württembergischen Landesamt für Verfassungsschutz. Foto: Marijan Murat/Archivbild

Auch zeigten der Personalaufbau und die weitere Spezialisierung innerhalb der Verfassungsschutzbehörden Wirkung, sagte der Sprecher. Insgesamt beobachtet die Behörde demnach etwa 3800 Islamisten im Südwesten. Dazu zählen unter anderem auch Rückkehrer aus den von der Terrormiliz Islamischer Staat kontrollierten Gebieten in Syrien oder im Irak.

„Als eine zentrale islamistische Strömung gilt der Salafismus“, heißt es im jüngsten Jahresbericht der Behörde. Die Anhänger dieser fundamentalistischen Strömung gelten als rückwärtsgewandt und extrem konservativ. Reformen und jede Form von Modernisierung lehnen sie ab. Salafisten beziehen sich in ihrem Handeln ausschließlich auf den Koran und sehen sich als Verfechter eines unverfälschten und ursprünglichen Islams.

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Erstellt:
24. September 2019, 08:54 Uhr

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