„Von Mao zu Maoam“

Benjamin Eisenberg Der Politkabarettist findet: Harte Zeiten erfordern „Pointen aus Stahl“. Er kommt ins Renitenztheater.

Stuttgart

Frage: Herr Eisenberg, Sie haben unseren Landesvater Winfried Kretschmann mal mit einem Gremlin verglichen – warum?

Antwort: Es gibt ein Bild, auf dem er optisch eine große Ähnlichkeit hat. Außerdem ist er ja auch inhaltlich mutiert – zum CDU-Ministerpräsidenten. Früher war er mal ein Grüner, sogar ein Linker, sogar Maoist. Heute kennen die meisten Grünen ja gerade noch Maoam.

Frage: „Harte Zeiten erfordern Pointen aus Stahl“, heißt es in Ihrem Programmtext. Was macht unsere Zeiten hart?

Antwort: Mit einer Gefahr durch religiöse und politische Extremisten musste man sich lange Zeit nicht beschäftigen. Die AfD hat aber einen sehr rechten Flügel, der die Demokratie unterwandern möchte. Von der anderen Seite kommen Salafisten oder auch religiöse Hardliner, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit unser liberales System – Achtung Gag – „beschneiden“ wollen.

Frage: Welche prominente Persönlichkeit parodieren Sie am liebsten? Warum?

Antwort: Da habe ich keinen Favoriten. Vielleicht aber Helmut Schmidt, weil ich ihn als Instanz vermisse. Nach meiner Björn-Höcke-Parodie hingegen muss ich mir immer den Mund ausspülen, weil mir die Sätze selbst zuwider sind. Die Leute lieben vor allem Peter Maffay, der bei mir im Programm auch mal zu Wort kommt.

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Erstellt:
5. Februar 2019, 10:45 Uhr

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