Vorsätzliche Brandstiftung war’s eher nicht

Bei dem Feuer in einem als private Werkstatt genutzten ehemaligen Schweinestall in Kirchberg an der Murr-Obertorhöfe am Sonntagabend gab es explosionsartige Geräusche. Ursache sind rund 30 Reifen, die durch die Hitze zerfetzt wurden.

Ein einstiges landwirtschaftliches Wirtschaftsgebäude in Kirchberg-Obertorhöfe ist am Sonntagabend zum Teil komplett abgebrannt. Es war als Lager und Werkstatt genutzt worden. Fotos: I. Knack

Ein einstiges landwirtschaftliches Wirtschaftsgebäude in Kirchberg-Obertorhöfe ist am Sonntagabend zum Teil komplett abgebrannt. Es war als Lager und Werkstatt genutzt worden. Fotos: I. Knack

Von Ingrid Knack

KIRCHBERG AN DER MURR. In Schutt und Asche liegt ein Teil eines ehemaligen Schweinestalls aus den 1970er-Jahren in Kirchberg an der Murr-Obertorhöfe. In dem Gebäude befand sich eine privat genutzte Werkstatt, das komplette Anwesen ist seit dem Jahr 2001 nicht mehr als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt worden. Wie Robert Kreidler, Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen, gestern auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, ist bei dem Brand am Sonntagabend nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von rund 50000 Euro entstanden. Zur Ursache sagte der Polizeisprecher: „In Richtung vorsätzliche Brandstiftung wird es wohl nicht gehen.“ An der Kriminalpolizei ist es nun, herauszufinden, ob die Ursache eine fahrlässige Brandstiftung oder aber ein technischer Defekt war.

Während das Feuer wütete, waren auch Knallgeräusche zu hören. Nach und nach seien rund 30 in dem einstigen Stall gelagerte Reifen „in der Hitze explodiert“, lässt Kreidler wissen. Zum Glück sei das ehemalige Wirtschaftsgebäude relativ leer gewesen, erklärt der Besitzer am Montag. Neben den Reifen befand sich auch Werkzeug in dem abgebrannten Gebäudeteil. Überdies wurde das Gebäude als Garage genutzt.

Eine Nachbarin hatte den Brand am Sonntag gegen 18 Uhr als Erste entdeckt und Alarm geschlagen. Bis die Feuerwehren eintrafen, setzten der Besitzer des Anwesens und Nachbarn Feuerlöscher ein und versuchten so, die Flammen in Schach zu halten. Sie hatten zuvor ein Fenster eingeschlagen, da sich der Brandherd ganz offensichtlich im Innern des Gebäudes befand. Kurz darauf gelang es den Feuerwehren aus Kirchberg an der Murr, Steinheim an der Murr und Backnang zu verhindern, dass sich das Feuer auf den gesamten ehemaligen Stall oder gar auf andere Gebäude in der unmittelbaren Nachbarschaft ausdehnte, weiß der Kirchberger Feuerwehrkommandant Rainer Drexler. Alles in allem seien 72 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen vor Ort gewesen. Auch 15 DRK-Rettungskräfte von der Einsatzgruppe akut aus Kirchberg, Aspach und Burgstetten sind mit drei Fahrzeugen nach Kirchberg gekommen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Am Tag danach sagt der Sohn des Landwirts: „Die Feuerwehr hat einen Helfer gehabt. Es war der Ostwind.“ Doch vor allem durch das schnelle Handeln der Feuerwehr wurde Schlimmeres abgewehrt. Um die Glutnester ablöschen zu können, war sogar die Giebelwand des Stalls mit einem Bagger eingerissen worden, den die Feuerwehr von einer Baufirma angefordert hatte.

Die Flammen wüteten im Innern des Gebäudes. Die Ursache ist noch unklar.

Die Flammen wüteten im Innern des Gebäudes. Die Ursache ist noch unklar.

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Erstellt:
23. Februar 2021, 06:00 Uhr

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