Spritpreise

Warum ist das Benzin so teuer? - Ursachen, Entwicklung & Spartipps

Wer im neuen Jahr schon einmal tanken musste, hat wahrscheinlich die angezogenen Spritpreise bemerkt. Aber warum ist das Benzin auf einmal teurer geworden?

Erfahren Sie, warum Benzin und Diesel aktuell so teuer sind, welche Faktoren die Preise beeinflussen und wie Sie beim Tanken sparen können.

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Erfahren Sie, warum Benzin und Diesel aktuell so teuer sind, welche Faktoren die Preise beeinflussen und wie Sie beim Tanken sparen können.

Von Matthias Kemter

Zum Jahreswechsel 2025/2026 sind die Spritpreise in Deutschland noch einmal deutlich gestiegen. Ein Liter Super E10 kostete am 1. Januar 2026 im bundesweiten Durchschnitt 1,709 Euro, während Diesel bei 1,658 Euro lag. Dies entspricht einem Anstieg von 3,4 Cent für Benzin und 4 Cent für Diesel im Vergleich zum 31. Dezember 2025. Doch was sind die Gründe für diese Preisentwicklung?

CO2-Steuern sind gestiegen

Der wichtigste Preistreiber dürfte die CO2-Abgabe sein, die laut ADAC 2026 einen Anstieg von etwa 3 Cent pro Liter ausmachen könnte. Wie hoch der Anstieg genau ist, lässt sich schwer sagen. Denn anders als in den Vorjahren sind die CO2-Abgaben 2026 nicht mehr fest, sondern bilden sich über den Handel mit Emissionszertifikaten. Galten 2025 noch 55 Euro je CO2-Tonne, sind es 2026 zwischen 55 und 65 Euro. Das Maximum aus diesem Korridor wären allerdings bereits knapp über 3 Cent pro Liter Benzin. Mehr gibt die Spanne also nicht her.

Rohölpreis ist stabil geblieben

Der Rohölpreis ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung der Spritpreise. Internationale Krisen und Konflikte können das Angebot verknappen und die Preise in die Höhe treiben. Preisanstiege gab es zu Neujahr und auch nach dem US-Angriff auf Venezuela am vergangenen Freitag allerdings nicht. Der Preis für 1 Barrel Brent-Öl liegt seit Weihnachten in einem stabilen Korridor zwischen 60 und 62 US-Dollar.

Wie können Sie beim Tanken sparen?

  • Abends tanken: Die Preise sind abends oft bis zu 13 Cent günstiger als morgens.
  • Spritpreise vergleichen: Die erstbeste Tankstelle ist selten die günstigste. Ein Vergleich spart bis zu 7 Cent pro Liter.
  • E10 statt E5 tanken: Fast alle Benziner ab Baujahr 2010 vertragen Super E10, das im Schnitt 5 - 6 Cent günstiger ist als E5.

Ausblick: Wie entwickeln sich die Preise?

Ein deutlicher Preisrückgang ist aktuell nicht zu erwarten. Die Spritpreise könnten sich seitwärts bewegen, also relativ stabil bleiben. Sollte die Heizsaison enden, könnte Diesel etwas günstiger werden.

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Erstellt:
7. Januar 2026, 11:08 Uhr

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