Wegen Corona gibt es weniger Jobs im Maschinenbau

dpa Frankfurt/Main. Die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen ist infolge der Corona-Krise eingebrochen. Entsprechend heftig sinkt die Zahl der Beschäftigten in der Branche.

Ein Mitarbeiter eines Unternehmen im Bereich Maschinenbau schneidet mit einem Trennschleifer korrodierte Metallteile aus dem Träger eines Wagenkastens einer S-Bahn. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Mitarbeiter eines Unternehmen im Bereich Maschinenbau schneidet mit einem Trennschleifer korrodierte Metallteile aus dem Träger eines Wagenkastens einer S-Bahn. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Corona-Krise hat den deutschen Maschinenbau bislang Tausende Jobs gekostet.

Die exportorientierte Branche beschäftigte im August fast 41.000 Menschen weniger als im Vorjahresmonat. „Größere Rückgänge konnten dank der erweiterten Kurzarbeiterregelungen vermieden werden“, sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA am Donnerstag.

Allein gegenüber Juli verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter um 2165 Beschäftigte auf 1,025 Millionen. Viele Unternehmen hoffen, durch Kurzarbeit und Einstellungsstopp härtere Einschnitte zu vermeiden.

Ende September hatten einer VDMA-Umfrage zufolge 64 Prozent der interviewten Maschinen- und Anlagenbauer Kurzarbeit angemeldet. Ähnlich hoch war der Anteil der Firmen, die einen Einstellungsstopp verhängt haben. Fast jeder vierte Maschinenbauer (23 Prozent) kommt der Umfrage zufolge jedoch nicht um einen signifikanten Personalabbau herum.

Die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen ist infolge der Corona-Krise eingebrochen. Zugleich belasten eine zunehmende Abschottung internationaler Handelsmärkte und der Umbruch in der Automobilindustrie die Branche.

© dpa-infocom, dpa:201015-99-957207/2

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Erstellt:
15. Oktober 2020, 15:05 Uhr

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