Weitsprung-Ass Mihambo muss umdenken: „Viele Fragezeichen“

dpa Berlin. Weitsprung Weltmeisterin Malaika Mihambo muss sich in der Corona-Dauerkrise neu orientieren. „Ich hab' für mich gelernt, den Sport auch noch mal anders zu bewerten“, sagte die 26-Jährige in einem Video bei „sportschau.de“. Früher hätten die Athleten ihren Sport betrieben, „weil wir gehofft haben, dass wir auf der ganz großen Bühne stehen werden bei den wichtigsten internationalen Meisterschaften“, sagte die „Sportlerin des Jahres“ von der LG Kurpfalz.

Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Die deutsche Weitspringerin Malaika Mihambo. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Derzeit wisse keiner, „wann wir nächstes Jahr Wettkämpfe machen können. Was für Wettkämpfe werden das sein?“ Mihambo sagte weiter: „Da stehen einfach viele Fragezeichen im Raum. Und mit diesen Unsicherheiten umzugehen, hat mich ja dazu gebracht, den Sport auch noch mal neu zu betrachten.“ Sie betreibe ihren Sport jetzt, „weil es mir einfach gefällt, weil es meine Leidenschaft ist“ - und „weil ich weiß, dass es das ist, was ich mag“.

Mihambo bestritt im Sommer nur Wettkämpfe aus einem verkürzten Anlauf heraus und kam trotzdem auf bemerkenswerte Weiten - bis auf 7,03 Meter in Dessau. Sie musste zwar ihre Pläne, künftig in den USA beim früheren Superstar Carl Lewis zu trainieren, auf Eis legen. Doch die Weltmeisterin von 2019 in Doha arrangierte sich schnell mit den ungewohnten Bedingungen. Bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio strebt Mihambo auch einen Start über 100 Meter an.

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Erstellt:
2. Dezember 2020, 14:50 Uhr

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