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Weniger Straftaten gegen Flüchtlinge im Südwesten

dpa/lsw Stuttgart. Hakenkreuze an Flüchtlingsunterkünften oder Pöbeleien gegen Asylbewerber - die Zahl solcher Straftaten im Südwesten sinkt. Das Innenministerium sieht Erfolge im Kampf gegen den Rechtsextremismus.

Hakenkreuze sind an der Wand einer Notunterkunft für Flüchtlinge, von unbekannten Tätern aufgepinselt worden. Foto: Thomas Warnack/Archiv

Hakenkreuze sind an der Wand einer Notunterkunft für Flüchtlinge, von unbekannten Tätern aufgepinselt worden. Foto: Thomas Warnack/Archiv

Die Zahl der Straftaten gegen Asylbewerber und Flüchtlinge in Baden-Württemberg ist gesunken. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 58 Delikte gezählt, wie Innenminister Thomas Strobl (CDU) in Stuttgart auf Anfrage mitteilte. Sie hatten demnach größtenteils einen rechtsextremen politischen Hintergrund. Ein Schwerpunkt seien Volksverhetzungsdelikte gewesen. Im Vorjahreszeitraum waren es 96 Fälle.

Von Januar bis Juni dieses Jahres wurden drei Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte registriert - eine Sachbeschädigung und zwei Propagandadelikte. Zwei Fälle waren politisch motiviert und sollen von rechtsextremen Tätern begangen worden sein. Im Vorjahreszeitraum wurden neun Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte gezählt.

Strobl sagte, die Zahlen für das erste Halbjahr 2019 zeigten, dass die Anstrengungen gegen Rechtsextremismus Früchte trügen. Der Kampf dagegen sei ein Schwerpunkt für die Sicherheitsbehörden. „Wir müssen leider sehen, dass Hass im Netz in brutale Gewalt umschlagen kann und dass menschenverachtende Verleumdungen, Volksverhetzungen und Morddrohungen das gesellschaftliche Klima vergiften.“

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Erstellt:
7. September 2019, 09:01 Uhr

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