Zahl der Asylanträge sinkt weiter

Seehofer: „Balance zwischen Humanität und Steuerung geschafft“

Berlin /DPA/STN - Der Migrationsdruck nach Europa ist zwar immer noch hoch, aber in Deutschland kommen nicht mehr so viele Asylbewerber an. 2018 wurden in Deutschland 185 853 Asylanträge gestellt. Das sind 16,5 Prozent weniger als 2017 (222 683 Anträge). Zieht man die Zahl der Menschen ab, die zum wiederholten Mal einen Antrag stellten, sind es 161 931 Schutzsuchende. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Heidelberg. Hauptherkunftsländer waren erneut Syrien, der Irak und Afghanistan.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte, die Asylzuwanderung habe 2018 deutlich unterhalb des von der großen Koalition festgelegten „Korridors“ von 180 000 bis 220 000 Menschen gelegen. Die Regierung habe damit die Balance zwischen Humanität und Steuerung „in bemerkenswert guter Weise geschafft“. Er machte sich zudem erneut für die Ausweisung weiterer sicherer Herkunftsstaaten stark. Dies stößt auf Widerstand der Grünen im Bundesrat.

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Erstellt:
24. Januar 2019, 03:14 Uhr

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