Zu warmer, sonnenarmer Dezember

Im vergangenen Monat lag die Durchschnittstemperatur deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Mehr Sonnenschein brachte die Wärme aber nicht mit sich: Der Dezember war vor allem grau.

Nebel gab es im Dezember öfter. Schnee lag zu Monatsbeginn, an und nach den Weihnachtsfeiertagen. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Nebel gab es im Dezember öfter. Schnee lag zu Monatsbeginn, an und nach den Weihnachtsfeiertagen. Foto: A. Becher

1 Von Melanie Maier

GROSSERLACH. Ungewöhnlich warm verabschiedete sich das Jahr 2020: Gleich viermal kletterte die Thermometeranzeige im Dezember an der Wetterstation in Großerlach-Mannenweiler über die zehn Grad: am 16, 19., 22. und 23. Dezember. Am wärmsten war der 23. Dezember mit maximal 12,1 Grad Celsius.

Der Temperaturdurchschnitt lag bei 2,5 Grad Celsius – und damit ganze 2,5 Kelvin über der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Das war in ganz Deutschland ähnlich, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet. Landesweit betrug die Monatsdurchschnittstemperatur 3,0 Grad Celsius.

Dabei begann der Monat in Großerlach kalt. Bis zum 11. Dezember lag die Mitteltemperatur meist um den Gefrierpunkt. Bis Weihnachten war es daraufhin sehr mild. Die Sonne ließ sich allerdings nur tageweise blicken. Die einzige längere Sonnenperiode dauerte fünf Tage an, vom 16. bis zum 20. Dezember. Insgesamt schien die Sonne an 15 Tagen. Mit 33,5 Sonnenstunden lag die Sonnenscheindauer um fast ein Viertel niedriger als im Dezember vergangener Jahre.

Regnerische Vorweihnachtstage ließen nicht gerade auf Schnee an Heiligabend hoffen. Wer von einer weißen Weihnacht träumte, wurde aber nicht ganz enttäuscht: Am ersten Weihnachtsfeiertag fielen immerhin acht Zentimeter Neuschnee. Und der blieb auch noch am 26. Dezember liegen. Insgesamt lag an 16 Dezembertagen Schnee. Am höchsten war die Schneedecke gleich zu Beginn des Monats: Am 2. Dezember stieg sie auf zehn Zentimeter.

Die Niederschlagshöhe des vergangenen Monats reichte in etwa an die der Referenzperiode 1961 bis 1990 heran: Sie betrug insgesamt 89 Millimeter, das sind 91,2 Prozent des vieljährigen Mittelwerts von 97,6 Millimeter. Bis zum 19. Dezember war es außerdem sehr neblig, mit Frühnebel oder Nebel an neun von 19 Tagen. Die Luftfeuchte betrug im Schnitt 90 Prozent. Mit einer Mitteltemperatur von 0,1 Grad Celsius klang das Jahr am 31. Dezember frostig aus.

In der kommenden Woche bleiben die Temperaturen nach Einschätzung der Meteorologen knackig kalt um den Gefrierpunkt, mit der Aussicht auf vereinzelte Sonnenstrahlen am Wochenende. Schnee könnte am Mittwoch fallen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt an diesem Tag bei über 60 Prozent.

Zu warmer, sonnenarmer Dezember

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Erstellt:
5. Januar 2021, 11:30 Uhr

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