Zu wenig Sonne und Regen im Mai

Der Mai war zu kalt. Entsprechend wenig ließ sich die Sonne am Himmel blicken. Aber es hat auch nicht so viel geregnet, wie es manch einem vielleicht vorkam. An den Feiertagen war das Wetter durchwachsen.

Sonnenschein über dunkler Wolkenfront: Das Wetter im Mai hat eher an Aprilwetter erinnert. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Sonnenschein über dunkler Wolkenfront: Das Wetter im Mai hat eher an Aprilwetter erinnert. Foto: A. Becher

Von Melanie Maier

GROSSERLACH. Auch wenn es einem nicht so vorkam: Der Mai hatte weniger Tage mit Niederschlag als mit Sonnenschein. Zumindest war das an der Wetterstation in Großerlach-Mannenweiler so. Dort schien an 29 Tagen die Sonne, Niederschlag fiel nur an 25 Tagen.

Und obwohl man den Eindruck hatte, dass man den Regenschirm an keinem einzigen Tag zu Hause lassen konnte: Im vergangenen Monat hat es nicht mehr geregnet als in den Vorjahresmonaten. Die gesamte Niederschlagsmenge fiel mit 90,3 Millimetern um fast 15 Prozent geringer aus als die des vieljährigen Mittelwerts aus den Jahren 1961 bis 1990 (106,1 Millimeter). Am 11. Mai regnete es am meisten: An jenem Dienstag waren es stolze 19,4 Millimeter. In den vier Tagen davor und drei Tagen danach fiel dafür fast kein Regen. Schneeregen gab es nur am Mittwoch, 5. Mai.

An den Maifeiertagen war das Wetter durchwachsen. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, der dieses Jahr arbeitgeberfreundlich auf einen Samstag fiel, war es bewölkt und regnerisch. Am 13. Mai, Christi Himmelfahrt, wie jedes Jahr an einem Donnerstag, war es neblig und zeitweise schien die Sonne. Am Pfingstsonntag (23. Mai) und Pfingstmontag (24. Mai) fiel leichter Regen, am Sonntag gab es immerhin einige sonnige Abschnitte.

Am längsten schien die Sonne erst vor zwei Tagen: Am Montag, 31. Mai, ließ sich der Stern 14,7 Stunden am Himmel über Großerlach-Mannenweiler blicken. Der wärmste Tag war allerdings schon Wochen vorher: Am 9. Mai, einem Sonntag, wurde eine Maximaltemperatur von 26,8 Grad verzeichnet. Bislang war das der einzige Sommertag, sprich ein Tag, an dem die Temperatur über 25 Grad Celsius stieg. Schade, dass die Freibäder zu dem Zeitpunkt coronabedingt noch nicht geöffnet hatten!

Der kälteste Tag lag nur vier Tage vom wärmsten auseinander: Am 5. Mai betrug die Minimaltemperatur 1,3 Grad Celsius. An fünf Tagen beziehungsweise Nächten wurde Bodenfrost verzeichnet und zwar zu Beginn des Monats, am 1., 2., 3., 7. und 8. Mai.

Die Durchschnittstemperatur lag bei 10,1 Grad Celsius und somit 1,6 Grad unter dem vieljährigen Mittelwert. In ganz Deutschland betrug sie 10,7 Grad (1,4 Grad unter dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990). Somit war der vergangene Monat der kälteste Mai seit 2010, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet.

Die Aussichten für die kommenden Tagen sind mäßig: Von Donnerstag bis zum Ende des Wochenendes sagen die meisten Wetterdienste im Internet Regen an. Die Temperatur soll aber immerhin bei konstanten 20 bis 24 Grad bleiben.

Zu wenig Sonne und Regen im Mai

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Erstellt:
2. Juni 2021, 06:00 Uhr

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