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Zwei Verletzte bei Lastwagenunfall: Kunstharz ausgelaufen

dpa/lsw St. Leon-Rot. Kunstharz auf der Autobahn: Wegen einer Panne steht ein Lastwagen auf dem Seitenstreifen, ein anderer Laster kracht hinein. Die Einsatzkräfte müssen schnell handeln.

Nach einem Auffahrunfall mit zwei Verletzten ist die A6 in der Nacht gesperrt worden. Foto: René Priebe/dpa

Nach einem Auffahrunfall mit zwei Verletzten ist die A6 in der Nacht gesperrt worden. Foto: René Priebe/dpa

Bei einem Auffahrunfall mit einem Gefahrgut-Transporter auf der Autobahn 6 bei St. Leon-Rot (Rhein-Neckar-Kreis) sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Die beiden Lastwagenfahrer - 45 und 52 Jahre alt - kamen ins Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Etwa 2000 Liter Kunstharz liefen aus einem der Fahrzeuge und versickerten zum Teil in der Erde. Einsatzkräfte mussten stundenlang die Straße reinigen.

Der 45-Jährige hatte seinen Lastwagen wegen einer Panne auf dem Seitenstreifen angehalten. Aus bislang unbekannten Gründen sei der 52-Jährige dann mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abgekommen und auf den Laster des 45-Jährigen gekracht.

Das Kunstharz, das zum Kleben oder Abdichten verwendet wird, und laut dem Polizeisprecher wegen seiner leichten Entzündbarkeit als Gefahrgut gilt, lief aus dem Laster des 52-Jährigen aus. Mit mehr als einer halben Tonne Bindungsmittel versuchten Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein weiteres Verlaufen des flüssigen Stoffs zu verhindern. „Wenn das ausgehärtet wäre, hätte man den Belag der Fahrbahn abnehmen müssen“, sagte der Sprecher. Im Laufe des Tages sollte entschieden werden, ob auch Erde abgetragen werden muss. Der andere Lastwagen hatte Papier geladen.

Der Schaden beträgt nach Schätzungen mehr als 100 000 Euro. Die A6 war an der Unfallstelle in Richtung Heilbronn stundenlang komplett gesperrt. Am Vormittag bildete sich ein zehn Kilometer langer Stau. Am Mittag waren zwei Spuren wieder frei. Gaffer behinderten den Verkehr auch auf der Gegenspur.

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Erstellt:
29. Oktober 2019, 13:24 Uhr

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