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Boxenstopp nach einem gelungenen Einstieg

Finn Albig aus Backnang wechselt als 16-Jähriger in den Automobilrennsport, muss aber momentan mit seinem Hobby pausieren

Der 16-jährige Finn Albig hat im BMW 318ti Cup einen Testtag absolviert. Foto: privat

Der 16-jährige Finn Albig hat im BMW 318ti Cup einen Testtag absolviert. Foto: privat

(pm). Der 16-jährige Backnanger Finn Albig stellte bei Testfahrten zu Beginn des Jahres unter Beweis, dass ihn seine Erfahrungen aus sieben Jahren Kartsport ausreichend für den Automobilrennsport vorbereitet haben. Schon nach den ersten Runden fühlte sich der sportliche Realschüler im Rennwagen wohl und glänzte mit guten Rundenzeiten. „Der BMW lässt sich sehr einfach fahren. Und im Vergleich zum Kart geht im Rennwagen doch einiges in Zeitlupe ab“, resümiert Finn Albig nach den ersten Runden. „Woran ich mich noch herantasten muss, sind die perfekten Bremspunkte. Denn mit dem Antiblockiersystem ist das Feedback am Bremspedal nicht so eindeutig, wie ich es vom Kart gewohnt bin“, erklärt der Backnanger Rennpilot.

Nach einem intensiven Testtag auf dem Hockenheimring lagen die Rundenzeiten auf dem gleichen Niveau wie die seiner bereits rennwagenerfahrenen Teamkollegen. Damit qualifizierte sich der Backnanger für einen Fahrerplatz in einem Rennteam aus Frankfurt im BMW 318ti Cup für die Saison 2020. Der Plan war es, an sechs Wochenenden auf den Rennstrecken in Hockenheim, Assen, Zandvoort, am Lausitzring, in Oschersleben sowie am Nürburgring um die ersten Erfolge im Straßenrennwagen zu kämpfen. „Ich bin dankbar, dass ich mit 16 Jahren schon in einen Rennwagen umsteigen kann, aber im Moment stehen alle Fahrzeuge in den Boxen. Die notwendigen Einschränkungen legen erst einmal alle Veranstaltungen auf Eis. Das ist sehr schade, aber das, was ich mache, ist nur ein Hobby und zum Spaß“, sagt Finn Albig. Und schiebt nach: „Wenn ich nur daran denke, dass zu unserem Schutz an so einem Wochenende mindestens zwei Krankenwagenbesatzungen und zwei Ärzte Dienst machen, weiß jeder, dass im Moment jede Kraft woanders gebraucht wird. Zudem kommen viele Menschen dicht gedrängt zur Strecke und das geht im Moment überhaupt nicht. Ich bleibe mit meiner Familie zu Hause, auch wenn es gerade für einen Sportler besonders schwerfällt. Bleibt nur, ruhig abzuwarten und am Simulator zu üben.“ Der junge Backnanger beweist damit, dass der Sport aus Kindern schon früh verantwortungsbewusste Menschen formt.

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Erstellt:
27. März 2020, 11:30 Uhr

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