287 Fahrverbote nach Blitzermarathon in Baden-Württemberg

dpa/lsw Stuttgart. Bei Raserkontrollen am Mittwoch hat die Polizei in Baden-Württemberg mehr als 192 000 Fahrzeuge kontrolliert - 287 Fahrer müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Diese Bilanz des 24 Stunden dauernden „Speedmarathons“ hat das Innenministerium am Donnerstag in Stuttgart veröffentlicht. Landesweit waren 1200 Polizeibeamte im Einsatz. An rund 410 Messstellen wurden Raser ins Visier genommen. Die Polizei setzte neben mobilen Geschwindigkeitsmessgeräten sowie zivilen Video-Fahrzeugen auch elf Blitzanhänger - sogenannte Enforcement Trailer - ein.

Ein Tempomessgerät. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Ein Tempomessgerät. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

Raserei sei nach wie vor die Hauptunfallursache Nummer eins für tödliche Verkehrsunfälle, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Im vergangenen Jahr hätten 131 Menschen ihr Leben verloren, weil Fahrer zu schnell unterwegs gewesen seien. Damit sei jeder dritte tödliche Verkehrsunfall im vergangenen Jahr auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen (40 Prozent). „Wir setzen auf intelligente Verkehrsüberwachung und auf gar keinen Fall auf Abzocke - denn es geht darum, Menschenleben im Straßenverkehr zu schützen“, erklärte Strobl.

Der Blitzermarathon wird auf europäischer Ebene koordiniert. Beteiligt waren etwa Thüringen, Bayern, Hessen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. Auch jenseits der deutschen Grenzen in anderen Ländern Europas wurde verstärkt geblitzt.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-309849/2

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Erstellt:
22. April 2021, 13:54 Uhr

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