Ein Erlebnis für sportliche Abenteurer

Erlebniswege in der Region: Für naturbegeisterte, sehr wanderfreudige Familien mit Kindern, die durchaus längere Strecken zurücklegen mögen, sind die Rundwege des Mainhardter Fuxipfads in jeder Hinsicht Ausgangspunkt vieler Abenteuer.

Der Fuxipfad ist in zwei Teile untergliedert, die jeweils acht beziehungsweise elf Stationen aufweisen. Für Kleinkinder ist er weniger geeignet, eher für Kinder ab dem Schulalter. Fotos: G. Lambrecht

Der Fuxipfad ist in zwei Teile untergliedert, die jeweils acht beziehungsweise elf Stationen aufweisen. Für Kleinkinder ist er weniger geeignet, eher für Kinder ab dem Schulalter. Fotos: G. Lambrecht

Von Gabriella Lambrecht

MAINHARDT. Durchfährt man auf der B14 Mainhardt, geht es schon früh nach dem Ortseingang rechts ab zu den deutlich ausgeschilderten Parkplätzen des Pfads. Der ausgeschilderte Parkplatz direkt am Spielplatz (P2) mag gerade für Familien mit jüngeren Kindern als perfekter Ausgangspunkt erscheinen, doch gerade am Wochenende lohnt es sich sicherlich, 200 bis 300 Meter mehr in Kauf zu nehmen und etwas weiter abseits auf den anderen ausgeschilderten Parkplätzen den Startpunkt des eigenen Abenteuers festzumachen, da die nah am Spielplatz gelegene Parkmöglichkeit nur für etwa eines halben Dutzend Autos ausgelegt scheint.

Sogleich führt der Pfad aber bereits in die Tiefen des Mainhardter Walds und seiner urigen Natur. Gegliedert ist der Pfad in zwei Teile, die Strecke des ersten Teils wird mit 4,5 Kilometern angegeben und umfasst elf Stationen, die des zweiten Teils ist 5,5 Kilometer lang und führt an acht Stationen vorbei.

Alle Sinne des Wandererswerden angesprochen.

Den Machern des Pfads ist es außergewöhnlich gut gelungen, über die verschiedenen Stationen hinweg alle Sinne der Wandernden anzusprechen: Bereits an der ersten Station ist ein riesiges Hörrohr, um in den Wald hineinzulauschen, der Gleichgewichtssinn wird beim steilen und wurzeligen Abstieg in die Olga-Schlucht hinein herausgefordert, an den Wasserstationen steht das Ausprobieren und Fühlen im Vordergrund und machen den Pfad zu einem echten Erlebnis.

Für Groß und Klein bieten die ausführlichen Erklärtafeln an den verschiedenen Stationen jede Menge Hinweise, Erläuterungen und Rätselspaß. Wer mag, kann auf der Webpage der Gemeinde Mainhardt bereits im Vorfeld das Rätselheft ausdrucken, das sich insbesondere für Kinder im Schulalter eignet und damit dem Entdeckerdrang und dem Wissensdurst der Kinder Genüge tun.

Der Fuxipfad ist leider nicht barrierefrei, man kann Teile des Wegs auch mit dem Kinderwagen bestreiten, allerdings erfordert das steile Relief und der geschotterte Waldboden durchaus Kondition, wenn Kleinkinder streckenweise getragen werden müssen.

Die Olga-Schlucht ist mit dem Kinderwagen unüberquerbar, sie lässt sich aber umgehen, wenn man am Parkplatz 3 hält und dann Richtung Liemersbach läuft.

Mit jüngeren Kindern reicht es durchaus, sich nur einen Teil des Pfads vorzunehmen und dann genügend Zeit für Pausen einzukalkulieren; realistisch für Teil 1 oder Teil 2 des Pfads ist eine Kalkulation von etwa vier Stunden bis hin zu einem ganzen Tagesausflug. Zwar lässt sich die Tour mit entsprechender Kondition in etwa eineinhalb Stunden bestreiten, allerdings bleibt dabei dann kaum Zeit für die wirklich schönen Momente: Auf der Route findet sich etwa ein Grill- und Picknickplatz direkt am Bach, in dem sich durchaus waten und spielen lässt. Auch für die Wasserstationen lohnt es, genügend Zeit zum Verweilen einzuplanen.

Wer sein Essen über das Vesper hinaus nicht selbst tragen möchte, hat auch die Möglichkeit, in der sich direkt auf dem Pfad befindlichen Rösersmühle zum Essen einzukehren. Auf der Gemeindehomepage finden sich gar Informationen zu Familienangeboten in den Gaststätten rund um den Wanderweg.

Im Resümee ist der Fuxipfad allemal einen Tagesausflug für Familien wert, wohl besonders mit Kindern ab dem Schulalter. Auch mit Vorschulkindern bietet der Erlebnisweg jedoch echte Highlights und lädt zum Naturerkunden ein, zumal er von Backnang aus in weniger als einer halben Stunde mit dem Auto erreichbar ist.

Die Erklärtafeln bieten an den Stationen zahlreiche Hinweise für Groß und Klein.

Die Erklärtafeln bieten an den Stationen zahlreiche Hinweise für Groß und Klein.

Der Fuxipfad in Mainhardt

Startpunkt: Von Backnang aus über die B14 Richtung Schwäbisch Hall bis nach Mainhardt, in Mainhardt der Beschilderung rechts folgen bis zu den ausgeschilderten Parkplätzen.

Schwierigkeitsgrad: Die auch einzeln zurücklegbaren Rundwege 1 und 2 sind 4,5 Kilometer und 5,5 Kilometer lang. Sie führen an 18 Stationen vorbei. Für Kleinkinder ist der Fuxipfad nur bedingt geeignet, da die Wege lang und zum Teil steil sind. Es gibt kaum Möglichkeiten abzukürzen.

Infrastruktur: Ruhebänke für Vesperpausen sind vorhanden, ebenso ein großer Grill- und Picknickplatz sowie die Gaststätte in der Rösersmühle mit Familienangebot direkt am Fuxipfad nach Station 11 beziehungsweise bei Parkplatz P3. Weitere familienfreundliche Gaststättenangebote rund um den Pfad finden sich auf der Webpage der Gemeinde.

Barrierefreiheit: Der Rundweg ist nicht barrierefrei, vom Parkplatz P3 aus kann jedoch ein Teil des Pfads auch mit Kinderwagen auf geschotterten Waldwegen zurückgelegt werden.

Weiterführende Internetlinks: www.mainhardt.de/kultur-freizeit-gaeste/fuxi-naturerlebnis-pfad, hier auch weitere Infos zu den Gaststätten, ein Routenplan und das Fuxi-Rätselheft. Und: www.mainhardt.de, weitere Infos zu Gastronomie und Tourismus.

Zum Artikel

Erstellt:
21. Juni 2021, 11:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!
Am Kinderbecken im Backnanger Wonnemar: So schön wie an diesem Junitag war das Wetter in dieser Saison noch nicht oft. Foto: T. Sellmaier
Top

Stadt & Kreis

Wandern Backnanger Freibadbesucher ab?

2020 wurden die Preise im Backnanger Wonnemar angehoben. Die Besucher sind nach wie vor nicht erfreut über den Anstieg, einige gehen daher in Oppenweiler oder Erbstetten ins Freibad. Dort sind die Eintrittspreise um einiges niedriger. Auch wegen des Wetters bleiben Gäste aus.

Stadt & Kreis

„Wir müssen das Heft in die Hand nehmen“

Das Interview: Altbürgermeister Walter Schmitt blickt auf seine Erfahrungen während der Kommunalreform vor 50 Jahren zurück. Meist waren keine Widerstände zu überwinden. Und wenn doch, dann wurden die Kritiker gefragt: „Was macht ihr, wenn es von oben angeordnet wird?“