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Hasenpest in Waldrems

Veterinäramt warnt vor direktem Kontakt mit wilden Hasen und Nagern

Hasenpest in Waldrems

© MEV-Verlag, Germany

BACKNANG (pm). In Backnang-Waldrems ist in der Nähe des Spielplatzes Horbachhof ein schwer kranker Feldhase gefunden und positiv auf die Hasenpest (Tularämie) getestet worden. Wie das Landratsamt mitteilt, ist die Bakterieninfektion für Hasen und andere Nagetiere – wie Wühlmäuse, Eichhörnchen, Kaninchen, Biber und Ratten – sehr gefährlich. Die Tiere erkranken und verenden an dem Erreger. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sich Hunde anstecken, sollten Hundehalter darauf achten, ihre Tiere von Wild fernzuhalten. Menschen können sich vor allem durch den Kontakt mit toten Hasen infizieren: Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, tote Hasen nicht anzufassen und wildlebende Nagetiere nicht zu berühren, also nicht zu streicheln oder zu fangen. Tot aufgefundene Tiere sollten beim Kreisjagdamt des Landratsamts unter 07191/895-4369 oder beim örtlichen Polizeirevier gemeldet werden. Dabei soll der genaue Fundort der verendeten Hasen genannt werden. Der zuständige Jagdpächter kann verendet aufgefundene Hasen zur Untersuchung an das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt in Fellbach bringen oder über eine Sammelstelle für Tierkadaver unschädlich beseitigen.

Die akute Tularämie ruft unter anderem starkes Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen oder Atemnot hervor. Die Krankheit kann beim Menschen jedoch mit Antibiotika gut behandelt werden. Bei Fragen zum Krankheitsverlauf oder zur etwaigen Übertragung empfiehlt das Veterinäramt, sich an den behandelnden Tierarzt zu wenden.

Die Hasenpest ist in ganz Europa verbreitet. In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2018 insgesamt 28 Fälle gemeldet. Im Rems-Murr-Kreis wurden auch in den Vorjahren immer wieder einzelne verendete Feldhasen gefunden, die an der Hasenpest erkrankt waren. Zuletzt wurde im März bei einem Weinberg in Weinstadt-Großheppach ein verendeter Feldhase aufgefunden. Es ist inzwischen davon auszugehen, dass der Erreger dauerhaft in Baden-Württemberg vorkommt.

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Erstellt:
20. April 2019, 06:00 Uhr

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