Klimaaktivisten unzufrieden mit grün-schwarzen Umweltplänen

dpa/lsw Stuttgart. Den Aktivisten von Fridays for Future gehen die Klimapläne von Grünen und CDU für die nächste Legislaturperiode längst nicht weit genug. Sie überreichten den Verhandlern am Montag zum Auftakt der Gespräche der Arbeitsgruppen in Stuttgart einen Forderungskatalog. „Handeln sie endlich - dafür stehen wir seit zwei Jahren auf der Straße“, gab die Aktivistin Jule Pehnt (16) den Verhandlern mit auf den Weg. Die bereits geplanten Maßnahmen würden nicht ausreichen, um das angestrebte 1,5-Grad-Ziel für Baden-Württemberg einzuhalten. In dem Forderungskatalog pochen die Aktivisten unter anderem auf einen „Treibhausgas-Reduktionspfad bis Nettonull 2035“.

Demonstranten halten während einer Demonstration gegen den Klimawandel Schilder in der Hand. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Demonstranten halten während einer Demonstration gegen den Klimawandel Schilder in der Hand. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

„Uns ist schon auch aufgefallen, dass Dinge fehlen in dem Sondierungspapier“, räumte Noch-Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) gegenüber den Aktivisten ein. Er nannte etwa den Wärmesektor, der 30 Prozent des C02-Ausstosses verursache. Da müsse man mehr machen.

Grüne und CDU hatten in dem Sondierungspapier, das die Grundlage für die Koalitionsverhandlungen bilden soll, unter anderem ein Sofortprogramm für Klimaschutz mit bis zu 1000 neuen Windrädern, eine Solarpflicht für Häuslebauer und eine Nahverkehrsabgabe für Kommunen vereinbart.

© dpa-infocom, dpa:210419-99-265658/2

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Erstellt:
19. April 2021, 15:40 Uhr

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