Mehr Menschen haben im Südwesten Wohngeld erhalten

dpa/lsw Stuttgart. Zum Ende des Corona-Jahres 2020 haben deutlich mehr Haushalte in Baden-Württemberg Wohngeld erhalten als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Wohngeldhaushalte stieg im Jahresvergleich um 23,9 Prozent auf 62.440 (Stichtag: 31. Dezember), wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Für den Zuwachs an reinen Wohngeldhaushalten war demnach unter anderem die Wohngeldreform zum 1. Januar 2020 ausschlaggebend.

Blick auf die Fassaden von Wohnhäusern. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Blick auf die Fassaden von Wohnhäusern. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Sie wurde auf den Weg gebracht, um das Wohngeld an die allgemeine Mieten- und Einkommensentwicklung anzupassen. Weitere Änderungen waren den Statistikern zufolge etwa die Anhebung der Höchstbeträge für Miete und Belastung sowie die Aktualisierung der Mietenstufen. Ebenso gelten höhere Freibeträge für Menschen mit einer Schwerbehinderung und eine regelmäßige Anpassung des Wohngeldes von 2022 an. Damit soll die entlastende Wirkung dieses Zuschusses dauerhaft aufrechterhalten bleiben.

Die größte Gruppe der Haupteinkommenspersonen in Wohngeldhaushalten bildeten im vergangenen Jahr Rentner und Pensionäre, von denen 29.505 den Zuschuss erhielten. Das entsprach einem Anteil von 47,3 Prozent. An zweiter Stelle standen Arbeitnehmer und Beamte mit 23.660 Empfängern, was einem Anteil von 37,9 Prozent entspricht. Den Statistikern zufolge erhielten von den 62.440 Wohngeldhaushalten Ende 2020 insgesamt 59.410 Haushalte (95,1 Prozent) den Mietzuschuss. Den 3030 Haushalten mit Wohneigentum wurde demnach ein Lastenzuschuss gewährt (4,9 Prozent). Die Zahl der Mietzuschuss-Haushalte erhöhte sich somit gegenüber 2019 um 24,2 Prozent, die Zahl der Lastenzuschuss-Haushalte um 18,6 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:210916-99-241905/3

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Erstellt:
16. September 2021, 12:31 Uhr

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